90min
VfB Stuttgart

Auch Chelsea zeigt Interesse: Der Stand bei Sasa Kalajdzic

Simon Zimmermann
Sasa Kalajdzic traf im EM-Achtelfinale gegen Italien
Sasa Kalajdzic traf im EM-Achtelfinale gegen Italien / Justin Tallis - Pool/Getty Images
facebooktwitterreddit

Sasa Kalajdzic hat sich auf einige Wunschzettel geknipst. Nun soll auch der FC Chelsea am VfB-Torjäger interessiert sein. Warum Sportdirektor Sven Mislintat völlig entspannt sein kann.


Gute Mittelstürmer sind auf dem Transfermarkt immer gefragt. In diesem Sommer scheint die Suche nach einer treffsicheren Nummer neun ganz besonders heiß zu sein. Vor allem der FC Chelsea sucht fieberhaft, auch Manchester City würde gerne einen neuen Torjäger verpflichten.

Stuttgarts Sasa Kalajdzic fällt definitiv in die Kategorie "treffsicherer Knipser". 16 Tore und sechs Vorlagen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison sind eindeutiger Beweis. Und folglich gibt es für den zwei Meter langen VfB-Angreifer auch viel Interesse.

Kalajdzic als Haaland-Alternative bei Chelsea?

Jetzt sogar von der Insel. Champions-League-Sieger FC Chelsea soll laut The Athletic den 24-jährigen Österreicher als Sturm-Alternative ausgemacht haben. Eigentlich wollte man bei den Blues ja ins ganz hohe Regal greifen und sei für Erling Haaland bereit, bis zu 175 Millionen Euro auszugeben. Doch auch an der Stamford Bridge dämmert es den Verantwortlichen offenbar, dass es der BVB mit seinem Wechsel-Veto ernst meint.

Kalajdzic sei demnach als "kostengünstigere" Alternative ausgemacht worden. In Stuttgart steht der Angreifer noch bis 2023 unter Vertrag, sein Marktwert wird aktuell auf 22 Millionen Euro geschätzt. Die Blues könnten eigentlich also darauf hoffen, mit einem Angebot leicht über dem Marktwert erfolgreich zu sein.

VfB nicht mehr auf Transfer-Einnahmen angewiesen

Eigentlich! Denn der VfB ist in diesem Sommer auf Transfer-Einnahmen nicht mehr angewiesen. "Wir haben unsere Hausaufgaben auf der Einnahmenseite komplett erledigt und das macht es deutlich entspannter in jede Art von Verhandlung zu gehen", erklärte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat gegenüber Sky.

Sven Mislintat gibt sich bei Kalajdzic entspannt - kann er auch
Sven Mislintat gibt sich bei Kalajdzic entspannt - kann er auch / THOMAS KIENZLE/Getty Images

Mit Nicolas Gonzalez (23,5 Mio. Euro) und Gregor Kobel (15 Mio. Euro) haben die Schwaben bereits knapp 40 Millionen Euro erzielt. Wichtige Einnahmen für den Klub, die Mislintat deutlich mehr Handlungsspielraum geben. Auch, um Angebote für Kalajdzic ablehnen zu können. "Er fühlt sich pudelwohl, hat den ganzen Sommer in VfB-Klamotten trainiert, ich mache mir da jetzt nicht so viele Sorgen, um ehrlich zu sein", meinte Mislintat weiter.

VfB-Verbleib von Kalajdzic das realistischste Szenario

Viel zu deuten gibt es bei den Mislintat-Aussagen nicht. Kalajdzic wird mindestens ein weiteres Jahr in Stuttgart bleiben. Nur bei einem völlig irrwitzigen Angebot könnte der VfB noch schwach werden. Dass etwa Chelsea dies bei Kalajdzic tut, ist aber mehr als fraglich.

Die Blues wollen zwar einen neuen Mittelstürmer, der muss gemäß den eigenen Ansprüchen aber zu den Allerbesten seines Fachs gehören. Kalajdzic ist zwar extrem talentiert und treffsicher - in eine Kategorie mit den Kanes, Lewandowskis, Haalands oder Lukakus dieser Welt ist der 24-Jährige aber nicht einzustufen. Und so dürfte es auch für Kalajdzic und seine Entwicklung gut sein, 2021/22 seine Torjägerqualitäten erneut beim VfB unter Beweis stellen zu können. Aktuell deutet jedenfalls alles darauf hin.

facebooktwitterreddit