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VfB Stuttgart

VfB Stuttgart: Nächster Rücktritt im Präsidium - "Konstruktive Zusammenarbeit nicht möglich"

Simon Zimmermann
Der nächste Rücktritt im VfB-Präsidium ist vollzogen!
Der nächste Rücktritt im VfB-Präsidium ist vollzogen! / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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In der Führungsetage beim VfB Stuttgart wird es nicht ruhiger. Nach dem Rücktritt von Vize-Präsident Rainer Mutschler ist nun auch Präsidiumsmitglied Bernd Gaiser von allen Ämtern zurückgetreten. "Die Werte von Claus Vogt entsprechen nicht meinen Werten", begründete Gaiser seinen Entschluss.

"Ich habe heute mit sofortiger Wirkung mein Amt als Präsidiumsmitglied des VfB Stuttgart 1893 e.V. niedergelegt. Eine konstruktive Zusammenarbeit im Präsidium ist leider nicht möglich", führte Gaiser in einer Klub-Mitteilung weiter aus. "Zudem bin ich zeitgleich von meiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied der VfB Stuttgart 1893 AG zurückgetreten, da diese Funktion mit der Präsidiumsrolle verknüpft ist", so der 59-Jährige weiter.

Gaiser weist dabei eine Verbindung mit der Daten-Affäre vehement zurück: "Diese Entscheidung steht in keinerlei Zusammenhang mit der Datenaffäre. Ich habe die Untersuchung zu den im Kicker vom 28. September 2020 gemachten Vorwürfen weder beeinträchtigt, noch verzögert, noch war ich in irgendeiner Form in diese Vorgänge eingebunden. Dies wurde auch im Zuge der juristischen Bewertung des Esecon-Schlussberichts bestätigt."

VfB-Präsident Vogt der große Gewinner?!

Präsident Claus Vogt wird damit umso mehr zum Gewinner des Machtkampfes in der VfB-Führung. Die Widersacher im Präsidium und Vereinsbeirat haben sich in den vergangenen Tagen zurückgezogen, Vogt bleibt einziger Kandidat für die Präsidentschaftswahlen, die im Rahmen der Mitgliederversammlung am 28. März stattfinden sollen.

Viele Fans fordern, dass die Versammlung auf die Sommermonate verschoben werden soll. Dann müsste es auch neue Präsidentschaftsnominierungen geben, der Vereinsbeirat hätte wieder Zeit, einen Gegenkandidaten zu präsentieren.

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