Erling Haaland

Verwirrung um Haaland-Vertrag: Doch keine Ausstiegsklausel für BVB-Abschied?

Yannik Möller
Erling Haaland
Erling Haaland / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
facebooktwitterreddit

Erling Haaland bleibt eines der spannendsten Personalthemen für den kommenden Transfer-Sommer. Nun kommt erneut Verwirrung um seinen Vertrag auf, genauer gesagt um seine vermeintliche Ausstiegsklausel.


Kaum jemand glaubt noch daran, dass Erling Haaland auch in der nächsten Saison noch für den BVB aufspielt. Zu viel deutet darauf hin, dass der Stürmer den nächsten Karriereschritt gehen wird. Interessenten gibt es genug.

Ein Faktor, der ebenfalls immer ein Pro-Argument für einen Wechsel im kommenden Sommer war, ist seine Ausstiegsklausel. Für 75 Millionen Euro kann er wechseln, Dortmund kann die etwaige Ablösesumme nicht frei verhandeln.

Ob es diese Klausel gibt oder nicht, darüber wurde im letzten Jahr mehrfach gestritten. Nun, in den vermutlich entscheidenden Wochen der Entscheidungsfindung des Norwegers, wird das Thema erneut aufgemacht.

"Gentlemen's Agreement" statt Ausstiegsklausel?

Ruben Uria, Reporter von Goal, berichtet nämlich ganz aktuell, dass es diese Klausel eben nicht gibt - im Gegensatz zu vorigen Meldungen. Viel eher soll es sich um ein Gentlemen's Agreement zwischen Spieler und Verein handeln. Dabei sei vereinbart worden, ihn für eine Summe um die 75 Millionen Euro ziehen zu lassen.

Damit kommt aber die theoretische Option einher, dass Schwarz-Gelb doch eine höhere Summe fordern wird. Ist es tatsächlich nur eine Vereinbarung beider Parteien, ist sie wohl kaum schriftlich festgehalten und dementsprechend nicht bindend.

Natürlich wäre es eine zu diskutierende Entscheidung, sollte Dortmund dieses Abkommen nicht mehr respektieren. Andererseits wären sie nicht dran gebunden, während sie einen der begehrtesten Fußballer an Bord haben. Zumal ein am Markt aufgelisteter Klub das Maximum an Geld im Fokus haben muss, insofern eine Steigerung möglich ist.

Erling Haaland
Haaland wird Dortmund vermutlich verlassen / Christof Koepsel/GettyImages

Gegen die These, es handele sich lediglich um eine Vereinbarung, spricht etwa auch Hans-Joachim Watzke selbst. Im Dezember erklärte er, angesprochen auf einen zu erwartenden Zeitraum für eine Bekanntgabe (via DerWesten): "Es geht nur um das Thema, zieht er eine Klausel oder zieht er sie nicht? Wir werden alle bemüht sein, das nicht erst im März oder April zu erfahren."

Der zeitliche Rahmen ist zwar bereits gesprengt, doch bleibt die Betonung einer Klausel. Gerade aus dem Mund des BVB-Geschäftsführers dürfte es wohl das korrekte vertragliche Detail sein, das betont wird.

So oder so: Haaland hat seine Entscheidung noch immer nicht getroffen, zumindest nicht öffentlich erklärt. Die Dortmunder dürfte das gehörig nerven, brauchen sie doch Planungssicherheit. Zumal das erhoffte Zeitfenster bereits Geschichte ist.


Alles zum BVB bei 90min:

facebooktwitterreddit