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Verletzungsprobleme nehmen zu - Tuchel lässt Kante-Zukunft offen

Jan Kupitz
Thomas Tuchel und N'Golo Kante
Thomas Tuchel und N'Golo Kante / Robin Jones/GettyImages
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Chelsea-Trainer Thomas Tuchel hat verraten, dass die jüngsten Verletzungen von N'Golo Kante bei den Vertragsverhandlungen mit dem Mittelfeldspieler mit Sicherheit eine Rolle spielen werden.


Der 31-Jährige hat nur noch ein Jahr Vertrag an der Stamford Bridge, und die Blues wollen ihn gerne in Westlondon halten. Allerdings kam Kante in der vergangenen Saison nur 26 Mal in der Premier League zum Einsatz - seine zweitniedrigste Quote seit seinem Wechsel nach England im Jahr 2015. Derzeit fällt er mit Muskelproblemen erneut wochenlang aus.

Tuchel hat zugegeben, dass diese jüngste Verletzungswelle Auswirkungen auf das Vertragsangebot hat, das Kante von Chelsea erhalten wird.

Auf die Frage, ob man Kantes Verletzungspech bei den Verhandlungen ignorieren könne, antwortete Tuchel: "Das kann man nicht. Man muss alles in Betracht ziehen, was auf dem Tisch liegt. Auf dem Tisch liegt sein Potenzial, auf dem Tisch liegen sein Einfluss und seine Qualität. Aber auch sein Alter, sein Gehalt und seine Verletzungsanfälligkeit sind auf dem Tisch. Daraus ergibt sich dann ein Gesamtbild und man versucht, eine Lösung zu finden."

Neben diesen ganzen Aspekten muss man sich an der Stamford Bridge aber vor allem fragen, ob ein Abschied von Kante überhaupt aufgefangen werden und ob man auch ohne den Franzosen um die größten Titel mitspielen kann. "Das ist eine Schlüsselfrage", gestand Tuchel, "und die Antwort ist vielleicht nein - aber wir versuchen es."

"Es ist viel schwieriger, weil man den Einfluss sieht, den er hat. Man sieht den Einfluss in den Toren, die wir kassieren, in der Anzahl der Tore, die wir schießen, in der Anzahl der Punkte, die wir haben, in der Anzahl der Tore, die er macht. Durch ihn werden die Spieler um ihn herum einfach besser."

"Er gibt den Spielern etwas Einzigartiges, und man darf nicht vergessen, dass er auch ein Vertrauen vermittelt, das man nicht messen kann. Deshalb ist er ein Schlüsselspieler. Aber für die Schlüsselspieler ist es sehr wichtig, auf dem Platz zu stehen, diesen Einfluss zu haben und im Rhythmus zu sein."

"Man kann die Spiele zählen, in denen er fehlt, aber was ist mit den ersten zwei, drei oder vier Spielen, in denen er seinen Rhythmus wiederfinden muss? Niemand zählt diese Spiele, so dass es im wirklichen Leben vielleicht sogar mehr als nur die Spiele sind, die er verpasst", gab Tuchel zu bedenken.

"Er kommt für das erste Spiel von der Bank und vielleicht für das zweite auch von der Bank, und im dritten hat er immer noch ein wenig mit seinem Selbstvertrauen und seinem Rhythmus zu kämpfen. Das ist im Grunde die Geschichte, und ja, wir haben große Hoffnungen, dass wir die Dinge umdrehen können, aber das war ein schlechter Start [für ihn in die Saison]."


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