Bayern München

Warum das Verhältnis zwischen Bayern und Barça belastet ist

Yannik Möller
The FC Bayern Munich and FC Barcelona Club Badges
The FC Bayern Munich and FC Barcelona Club Badges / Visionhaus/GettyImages
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Der FC Bayern und der FC Barcelona teilten ein gutes Verhältnis miteinander. Absprachen, etwa bei Transfers, erfolgten in der Regel ungewöhnlich problemlos. Doch inzwischen ist die Stimmung deutlich abgekühlt.


Gemessen an der normalen Realität im Profi-Fußball und den oftmals gleichen Interessen für das jeweils eigene Wohl, verfügten der FC Bayern und der FC Barcelona über die letzten Jahre über ein ziemlich gutes Verhältnis.

Als Paradebeispiel gilt nach wie vor die Leihe von Philippe Coutinho im Sommer 2019. Kurz vor dem Ende des Transferfensters bemühte sich Karl-Heinz Rummenigge gegenüber den Katalanen um diesen Deal, der - für beide Seiten passend - überraschend schnell abgewickelt werden konnte.

Hoeneß poltert, Bayern mit geheimen Spieler-Treffen - Barça zeigt sich irritiert

Dieses gute Verhältnis gehört mittlerweile aber der Vergangenheit an. Und daran ist nicht primär Uli Hoeneß schuld, der immer mal wieder betont, welch schwierigen Umgang Barça mit Geld und vor allem dem eigenen, riesigen Schuldenberg hat. "Barcelona ist für uns überhaupt kein Vorbild mehr", hatte er im Herbst gegenüber dem BR betont.

Die Führungsetage von Barcelona zeigt sich laut Sport1 zunehmend irritiert über das Verhalten der Bayern auf dem Transfermarkt. Dabei im Fokus: Bemühungen um Pedri und Sergino Dest, die für ordentlich Verstimmung gesorgt haben.

Pedri gilt als die große Nachwuchshoffnung des Klubs. Ein geheimer Versuch seitens der Münchener im vergangenen Sommer, den damals noch 18-Jährigen von einer Perspektive in München zu begeistern, hat für Ärger gesorgt. Demnach haben sich Hasan Salihamidzic und Marco Neppe "sehr ausgiebig" um ihn bemüht. Zuletzt berichtete auch die spanische AS von diesem Interesse.

Pedro 'Pedri' Gonzalez
'Golden Boy' Pedri hätte zum FC Bayern wechseln können / Eric Alonso/GettyImages

Pedri schlug zwar aus und verlängerte bei Barça, doch die Stimmung war deutlich abgekühlt. "Es stimmt, dass Bayern mit Barça-Spielern im Austausch war, ohne Barça darüber zu informieren. Ich würde nicht sagen, dass das Verhältnis zwischen den Klubs sehr schlecht ist, aber es ist sicherlich nicht mehr so wie früher", erklärte eine der katalanischen Klub-Führung nahestehenden Person bei Sport1.

Dieser Austausch mit Spielern ohne vorige Information sei auch im Dest-Fall vorgekommen, heißt es. Dass sich interessierte Klubs erst mit den Spielern unterhalten, bevor sie die jeweiligen Vereine darüber informieren, kommt heutzutage nicht mehr selten vor. Aufgrund des zuvor immer guten Kontakts zueinander dürfte die Irritation darüber aber durchaus verständlich sein.

Barça möchte Süle und zwei Bayern-Youngsters verpflichten

Auch Präsident Joan Laporta soll mit einer gehörigen Portion Frust auf das aktuelle Verhältnis schauen. Doch bleibt auch er nicht untätig: der aktuell Sechstplatzierte der spanischen Liga ist offenbar an einer ablösefreien Verpflichtung von Niklas Süle interessiert. Während die Bayern ihn weiter halten wollen, wird Barcelona viel daran setzen, ihn zu verpflichten.

Mit Kenan Yildiz und Gabriel Vidovic sollen zudem zwei vielversprechende Jugendspieler des deutschen Rekordmeisters auf der Barça-Liste stehen. Konkrete Gespräche habe es zwar noch nicht gegeben, doch könnte das Kapitel für den kommenden Sommer nochmal aufgeschlagen werden.


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