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Unruhe im Klub: HSV-Kapitän Schonlau appelliert an Vereinsspitze

Daniel Holfelder
HSV-Kapitän Sebastian Schonlau
HSV-Kapitän Sebastian Schonlau / Selim Sudheimer/GettyImages
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Kapitän Sebastian Schonlau wünscht sich mehr Ruhe in der Führungsetage des HSV und hofft, dass die Verantwortlichen ihre Streitigkeiten bald ad acta legen.


"Jeder nimmt das wahr, das würde ich schon so sagen. Es ist schwer, das nicht zu tun, weil es sehr oft thematisiert wird, ob nun im Internet oder beim Brötchenholen. Du kriegst es mit und liest es, wünscht dir das als Spieler natürlich anders, denn eigentlich sollte es komplett Ruhe geben", kommentierte Schonlau die Unruhe in der Vereinsspitze gegenüber transfermarkt.de. In den vergangenen Wochen und Monaten sorgte der HSV wiederholt für Schlagzeilen außerhalb des Platzes. Gegenwärtig steht Vereinspräsident und Aufsichtsratsboss Marcell Jansen im Kreuzfeuer der Kritik.

Schonlau betonte allerdings, dass die Querelen keine Ausrede für sportlichen Misserfolg sein dürfen: "Unsere Aufgabe ist der Sport und das, was auf dem Platz stattfindet. Nur das zählt für uns. Ich will auch nicht, dass einer sagt: Wir haben verloren, weil es oben etwas lauter wird. Das kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Begründung für uns sein."

Dafür, dass sich die Unruhe aus der Vereinsspitze nicht auf die Kabine überträgt, seien der Trainer und die Führungsspieler verantwortlich. Gleichzeitig appellierte Schonlau an die Klub-Bosse: "Diese Dinge, die in der Führungsetage stattfinden, müssen von den Verantwortlichen untereinander geklärt werden. Das ist ihre Aufgabe, und ich hoffe, dass es zeitnah ruhiger wird und es Lösungen im Sinne des Vereins gibt."

Rückendeckung für Boldt und Walter

Ferner deutete der Innenverteidiger an, dass er sich eine Vertragsverlängerung mit Trainer Tim Walter und Sportvorstand Jonas Boldt wünscht: "Sie stehen zu 100 Prozent hinter unserem Fußball und unserer Idee. Sie lassen zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Zweifel daran, dass das unser Weg ist, und identifizieren sich voll mit dem Verein. Das zeichnet beide aus und leben sie vor."

"Es ist auch ganz wichtig, dass sie vorangehen – sowohl Jonas auf seiner Ebene als auch Tim bei uns. Das machen sie richtig gut", betonte Schonlau.


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