Hamburger SV

Der Umgang mit Pyrotechnik: HSV will erneuten Vorstoß wagen

Simon Zimmermann
Das Abbrennen von Pyrotechnik bleibt ein viel diskutiertes Thema
Das Abbrennen von Pyrotechnik bleibt ein viel diskutiertes Thema / Joern Pollex/GettyImages
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Pyrotechnik - ein im wahrsten Sinne heiß diskutiertes Thema im Fußball und der Fanszene. Für die einen ist das Abbrennen der Fackeln nur noch gefährlich, nervig und führt zu Spielverzögerungen. Für die anderen gehört es zum Stimmungsbild in der Kurve dazu.

Der DFB reagiert darauf immer im gleichen Muster: Die Vereine, deren Fans Pyros gezündet haben, werden mit einer fünf- bis sechsstelligen Geldstrafe belegt. Die Klubs dagegen wirken machtlos: Eine abschreckende Wirkung zeigen die Strafen bei den Fans in der Kurve nicht.

Der HSV hatte deshalb vorgeschlagen, Pyrotechnik zu erlauben, wenn sie kontrolliert abgebrannt wird. Vor zweieinhalb Jahren im Heimspiel gegen den KSC wurde dem zugestimmt. Nun will man es offenbar erneut versuchen, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Demnach wolle sich der HSV mit anderen Vereinen wie dem BVB, Schalke, Frankfurt, Köln, Bremen, Rostock, Hannover und Stadtrivale St. Pauli zusammenschließen und das Gespräch mit dem Verband suchen. Strafen sollen künftig nur dann verhängt werden, wenn die Vereine nicht genug präventive Maßnahmen ergreifen. Ob diese Idee beim DFB auf Gegenliebe stößt, darf stark bezweifelt werden.

Um Pyros künftig kontrolliert abzubrennen, bräuchte es eine Genehmigung von der Stadt und die Zustimmung des DFB - wie vor zweieinhalb Jahren gegen Karlsruhe. Beim HSV hoffe man perspektivisch einer der Pilotstandorte zu werden, wo das eng begleitete kontrollierte Abbrennen von Pyrotechnik erlaubt wird. In Österreich etwa gibt es seit einigen Jahren legale Pyro-Zonen.

Bis dahin dürfte es aber noch ein weiter Weg sein. Auf diesem wird der DFB vorerst an seinen Strafen gegen die Klubs festhalten. Einige Fans in der Kurve scheint das aber nicht zu stören. Und so wird die Diskussion über Pyrotechnik erstmal weitergehen...

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