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Uli Hoeneß über Thiago-Interessenten: "Die wollen uns erpressen!"

Bayer 04 Leverkusen v FC Bayern Muenchen - DFB Cup Final
Uli Hoeneß kritisiert das Verhalten von Manchester United und dem FC Liverpool | Pool/Getty Images

Uli Hoeneß hat sich kritisch gegenüber dem Verhalten der beiden Premier League-Klubs Manchester United und FC Liverpool im Werben um den Mittelfeldstrategen des FC Bayern, Thiago, geäußert. Er beklagt mangelnden Stil der beiden Interessenten und schließt einen Verbleib des Spaniers an der Säbener Straße nicht mehr kategorisch aus.

Im Sport 1-Doppelpass schilderte Hoeneß zunächst die Ausgangslage. Demnach hätte Thiago zunächst ein Angebot der Bayern, seinen Vertrag noch einmal für vier Jahre zu verlängern, angenommen, sich dann jedoch anders entschieden. Laut Hoeneß völlig in Ordnung: "Thiago hatte von uns ein Super-Angebot für vier Jahre und hatte das zugesagt. Ein paar Tage später hat er dann gesagt, dass er nochmal eine große Herausforderung sucht - was völlig okay ist."

Hoeneß: "Das ist kein Stil!"

Der Spanier hätte sich "offensichtlich mit Liverpool oder Manchester United oder vielleicht auch mit beiden geeinigt." Dem 68-Jährigen stößt etwas anderes jedoch bitter auf. Für den wortstarken Ex-Präsidenten der Bayern ist klar: Das Verhalten der Premier League-Vereine Manchester United und dem amtierenden Meister FC Liverpool ist nicht okay: "Jetzt bluffen beide Vereine. Es ist noch keiner offiziell an Bayern München herangetreten. Das ist kein Stil. Die versuchen, uns zu erpressen, indem sie bis zur letzten Woche (der Transferphase, Anm. d. Red.) warten, um dann ein billiges Angebot hinzuhauen", vermutet Hoeneß.

Für Thiago heißt das: Die Möglichkeit, dass ihm vom Verein keine Freigabe vom noch bis 2021 laufenden Vertrag gewährt wird, scheint wieder eine realistische zu sein. Das sieht auch Hoeneß so: "Dann wird sich beim FC Bayern die Frage stellen, ob man sich das gefallen lässt. Oder ob man dann sagt, er muss bleiben." Im Augenblick trainiert der Spanier weiter beim deutschen Rekordmeister.

Bayern wollen 30 Millionen für ihren Spielmacher

Bis zum Ende der Wechselfrist am 5. Oktober werden es definitiv "drei heiße Wochen" werden. Für Hoeneß selbst wäre ein Verbleib Thiagos wohl eine positive Nachricht, sei der Spanier doch nach wie vor ein "toller Junge", der "menschlich und sportlich" weiterhin zum Verein passt. Sollte in der kommenden Zeit dennoch ein Verein mit einem Angebot anklopfen wollen, müsste man für den spanischen Nationalspieler wohl um 30 Millionen Euro auf den Tisch legen.