UEFA will einschreiten: Wie Chelsea ein FFP-Schlupfloch nutzt

Simon Zimmermann
Mykhaylo Mudryk hat bei den Blues für 8,5 Jahre unterschrieben
Mykhaylo Mudryk hat bei den Blues für 8,5 Jahre unterschrieben / Laurence Griffiths/GettyImages
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Der FC Chelsea befindet sich diesen Winter im Kaufrausch. Um nicht gegen die Bestimmungen des Financial Fairplay (FFP) zu verstoßen, nutzen die Blues ein Schlupfloch und statten ihre Neuzugänge mit sehr langen Verträgen aus. Die UEFA will dagegen jetzt vorgehen.


Allein in diesem Januar hat der FC Chelsea bereits knapp 180 Millionen Euro Ablöse in neue Spieler investiert. Mykhaylo Mudryk etwa kam für 70 Millionen Euro aus Donetsk - die Ablöse kann durch Bonuszahlungen noch auf 100 Millionen Euro anwachsen. An der Stamford Bridge unterschrieb der Flügelstürmer einen Vertrag über achteinhalb (!) Jahre bis 2031.

Chelsea nutzt diese lange Vertragslaufzeit, da das FFP derzeit erlaubt, die Ablöse über die Vertragsdauer des Spielers zu verteilen. Die Auswirkungen der horrenden Ausgaben auf die Bilanz können somit auf viele Jahre gestreckt werden und die Blues damit Probleme mit den FFP-Regularien vermeiden.

Wie die Times nun berichtet, haben sich mehrere Vereine deshalb beschwert. Die UEFA prüfe nun, die Abschreibung der Ablöse auf maximal fünf Jahre zu beschränken. Chelsea ist beileibe nicht der erste Klub, der solch langfristige Verträge nutzt. Die 8,5 Jahre für Mudryk sind dennoch der längste Vertrag der Premier-League-Geschichte.

Die aktuellen UEFA-Regularien beschränken die maximale Vertragslaufzeit zwar bereits auf fünf Jahre. In Ländern, die per Gesetzt längere Laufzeiten erlauben - wie es in Großbritannien der Fall ist - kann das aber umgangen werden. Deshalb will der europäische Fußballverband nun regeln, dass zumindest die Ablösesummen nur über fünf Jahre abgeschrieben werden können.

Die neue UEFA-Regelung wird aber frühestens ab Sommer umgesetzt werden können. Transfers, die vorher getätigt wurden, werden davon nicht betroffen sein.

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