Champions League

UEFA-Maßnahmen gegen Real Madrid, Juventus und Barça eingeleitet - Sanktionen und Ausschluss drohen

Christian Gaul
Drei Klubs werden nun den Zorn der UEFA zu spüren bekommen
Drei Klubs werden nun den Zorn der UEFA zu spüren bekommen / Visionhaus/Getty Images
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Nachdem zwölf europäische Klubs in diesem Jahr versuchten, eine eigene Super League durchzusetzen und damit krachend scheiterten, zogen sich neun dieser Gründer mittlerweile zurück und zeigten Reue. Drei Vereine wollen jedoch die Chance auf eine Sanierung ihrer maroden Haushalte nicht aufgeben und werden dafür nun von der UEFA belangt.


Max Eberl nannte sie die "Liga der Super-Verschuldeten", anhand der veröffentlichten Verbindlichkeiten der meisten der zwölf Gründerklubs eine wohl ziemlich treffende Aussage. Mittlerweile wurden die Pläne jedoch auf EIs gelegt, da sich neun Vereine mittlerweile von den Überlegungen einer unabhängig von der UEFA organisierten Liga verabschiedeten.

Die acht Klubs aus Mailand, London, Manchester, Liverpool und auch Atlético Madrid unterzeichneten bereits eine Erklärung der UEFA, welche sie verbindlich von neuerlichen Versuchungen des "Fremdgehens" abhalten soll. Doch die drei Vereine, die mit ihren Präsidenten Joan Laporta, Florentino Perez und Andrea Agnelli den meisten Staub aufwirbelten und bis zum Exzess die Werbetrommel für ihre Super League rührten, glauben immer noch an den Erfolg ihrer erhofften Gelddruck-Maschine.

Dies hat nun Konsequenzen.

UEFA leitet Maßnahmen ein - Real, Barça und Juve droht der Ausschluss

Denn da der FC Barcelona, Real Madrid und Juventus Turin stur auf ihrem Kampf für die Bereicherung abseits des europäischen Verbandes bestehen, wird die UEFA nun ein Disziplinarverfahren gegen diese Vereine einleiten.

"Nach Untersuchungen der Ethik- und Disziplinarkommission der UEFA im Zusammenhang mit der sogenannten 'Super League' wurden aufgrund möglicher Verstöße der rechtlichen Rahmenbedingungen der UEFA Disziplinarmaßnahmen gegen Real Madrid, den FC Barcelona und Juventus Turin eingeleitet", heißt es in einem offiziellen Statement des Verbandes.

Florentino Perez
Florentino Perez bekommt Ärger von der UEFA / Soccrates Images/Getty Images

"Wer nicht hören will, muss fühlen" - denkt sich die UEFA hierbei. Denn die anderen neun Klubs würden mit hohen Geldstrafen belegt werden, sollten sie erneut einen Alleingang wagen.

Real, Barça und Juve hingegen scheinen ziemlich verzweifelt zu sein, ihre maroden Unternehmen mit dieser Sturheit retten zu wollen. Denn wie Sky Sports berichtet, werden die hochwahrscheinlich kommenden Sanktionen nicht nur Geldstrafen beinhalten. Vielmehr soll man für die drei auch einen zweijährigen Ausschluss aus der Champions League in Erwägung ziehen, was wiederum den Schuldenberg der Rebellen weiter ansteigen lassen würde.

Auch wenn die Reformen der Königsklasse, mit erhöhten Einnahmen und Wildcards, ebenso zu kritisieren sind, kann man sich nur wünschen, dass die UEFA in diesem Fall mit aller Härte durchgreift und sich nicht mit weiteren Schuldengeldern abspeisen lässt.

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