TSG 1899 Hoffenheim

Kein Rentenvertrag in Hoffenheim: Hat sich Andrej Kramaric verzockt?

Simon Zimmermann
Quo vadis, Andrej Kramaric?
Quo vadis, Andrej Kramaric? / Matthias Hangst/GettyImages
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Wie geht es weiter mit Andrej Kramaric. Sein Vertrag bei der TSG Hoffenheim läuft aus. Seine sportliche Zukunft ist ungewiss. Hat sich der Kroate verzockt?


Seit sechs Jahren trägt Andrej Kramaric mittlerweile das Trikot der TSG Hoffenheim. Im Januar 2016 wurde der kroatische Angreifer zunächst von Leicester City ausgeliehen. Die TSG verpflichtete ihn später für elf Millionen Euro fest.

In den vergangenen Jahren wurde der 30-Jährige immer mehr zum Fixpunkt der Hoffenheimer Offensive. Kramaric entwickelte sich im Kraichgau zu einem der konstant besten Offensivspieler der Bundesliga.

Hat sich Kramaric verzockt? Kroate wollte Rentenvertrag in Hoffenheim

Im kommenden Sommer läuft sein Vertrag bei der TSG aus. Wie es im Anschluss weitergeht, scheint noch völlig offen zu sein. Die Sportbild spekuliert bereits, dass sich der Kroate verzockt hat. Im Frühjahr 2021 soll die Kramaric-Seite eine Verlängerung über vier oder fünf Jahre vorgeschlagen haben. Das Gehalt sollte in etwa gleich bleiben. Derzeit soll Kramaric rund 4,5 Millionen Euro im Jahr verdienen. Durch Boni kann das Gehalt auf bis zu sechs Millionen Euro steigen.

Doch die TSG-Verantwortlichen wollten eine kürzere Laufzeit. Im Wissen, dass Kramaric ins letzte Vertragsjahr geht, platzte ein Deal. Für den Klub ein erhebliches Risiko, das sich aber ausgezahlt haben könnte. Denn die Hinrunde hat gezeigt, dass die TSG-Offensive längst nicht mehr so abhängig ist von den Künsten des Kroaten wie in den Monaten und Jahren zuvor.

Für Kramaric hat sich die Verhandlungsposition damit verschlechtert. In Hoffenheim darf er nicht mehr auf einen langfristigen Vertrag unter aktuellen Konditionen rechnen. Und auch andere Klubs dürften eher vorsichtig sein, einem 30-Jährigen einen langfristigen Kontrakt vorzulegen.

Welche Optionen hat Kramaric?

Für den Angreifer bleiben damit zwei Optionen: Entweder er verlängert in Hoffenheim zu wohl geringeren Bezügen - darf aber auf einen Vertrag über zwei bis drei Jahre hoffen. Oder aber, er wechselt ablösefrei. Dann könnten die meisten Interessenten allerdings gewillt sein, Kramaric einen eher kurzfristigeren Vertrag anzubieten.

Ganz so schlecht ist seine Position dennoch nicht. Schließlich dürfte ein Spieler mit seiner Qualität auch in Corona-Zeiten sehr gefragt sein. In der Bundesliga könnte Kramaric jedenfalls so ziemlich jeden Klub auf Anhieb verstärken.


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