Trotz neuer Gehaltsstruktur: Warum hat der BVB höhere Personalkosten?

Obwohl der BVB seine Gehaltsstruktur geändert hat, sind die Personalkosten laut Halbjahresfinanzbericht dennoch gestiegen. Wie konnte das passieren?

Die Fans von Borussia Dortmund
Die Fans von Borussia Dortmund / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Durch niedrigere fixe Spielergehälter wollte Borussia Dortmund die eigenen Kosten senken. Sportdirektor Sebastian Kehl sollte seit seinem Amtsantritt für eine neue Gehaltsstruktur sorgen und Verträge leistungsbezogener gestalten.

So verdienen Marco Reus und Mats Hummels nur noch acht statt zwölf Millionen Euro im Jahr, weitere 23 Millionen Euro Einsparungen sind laut Sky durch die Abgänge von Jude Bellingham, Raphael Guerreiro, Anthony Modeste und Mahmoud Dahoud entstanden.

Doch laut Halbjahresfinanzbericht 2023/2024 sind die Kosten für den Profikader trotz der Maßnahmen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr zahlt der BVB nun 10,451 Millionen Euro mehr.

Die Gründe dafür sind laut Sky vielfältig. Zum einen musste der BVB noch für "Altlasten" wie Nico Schulz, Thomas Meunier oder Thorgan Hazard zahlen, die den Verein erst während der Saison verließen. Die drei aussortierten Profis sollen insgesamt mehr als 20 Millionen Euro pro Jahr verdient haben.

Kobel gehört nach Verlängerung zu den Top-Verdienern

Zum anderen sollen die Neuzugänge Felix Nmecha, Marcel Sabitzer, Ramy Bensebaini und Niclas Füllkrug Gehaltsausgaben von rund 25 Millionen Euro verursacht haben. Neue Ausgaben kamen auch durch neue Verträge hinzu: Gregor Kobel verdient nach seinem neuen Vertrag nach Angaben des TV-Senders nicht mehr 3,5 Millionen Euro, sondern über zehn Millionen Euro im Jahr und gehört damit neuerdings zu den Top-Verdienern.

Auch abseits des Platzes sollen neue Personalkosten hinzugekommen sein. Den abgewanderten Co-Trainer Armin Reutershahn und Koordinator Sport Slaven Stanic habe der BVB eine Abfindung zahlen müssen, zudem wurde an weitere Mitarbeiter ein Inflationsausgleich ausgeschüttet.

Die rund 1.000 Vereinsmitarbeiter verdienten im ersten Halbjahr 2023/24 insgesamt 126.735 Millionen Euro, was 14,386 Millionen Euro mehr sind als im Vorjahr.


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