Transferwunsch? Niclas Füllkrug wechselt Berater

Daniel Holfelder
Niclas Füllkrug
Niclas Füllkrug / Stuart Franklin/GettyImages
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Niclas Füllkrug hat sich von seinem Berater Gunter Neuhaus getrennt und wird ab sofort von der Agentur Roof betreut. Der überraschende Beraterwechsel könnte ein Indiz dafür sein, dass der Werder-Profi den Verein verlassen möchte.


Bereits seit 14 Jahren hatte Füllkrug mit Gunther Neuhaus zusammengearbeitet. Beide stammen aus Hannover und galten als eng verbunden. Neuhaus hatte unter anderem dafür gesorgt, dass sein Klient nach einem Kabinenstreit mit Werder-Sportchef Clemens Fritz im Herbst 2021 im Verein bleiben konnte. Im Gespräch mit der Deichstube hatte Neuhaus im November letzten Jahres verraten, dass Füllkrug seinerzeit kurz vor dem Rauswurf stand.

Inzwischen haben sich die Wogen mehr als geglättet. Der 29-Jährige befindet sich in der besten Phase seiner Karriere, steht mit zehn Hinrunden-Toren auf Platz zwei der Torjägerliste und hat sich sogar zu einem Hoffnungsträger für die Nationalmannschaft gemausert.

"Falls ein Angebot da ist..."

Vor diesem Hintergrund wirkt der Wechsel zu Roof wie der Versuch, den eigenen gestiegenen Marktwert zu nutzen und einen ambitionierteren und zahlungskräftigeren Verein zu finden. Roof ist eine international tätige Berateragentur, die ein deutlich größeres Netzwerk als Neuhaus und bessere Kontakte zu internationalen Spitzenklubs besitzt. Auch die Nationalspieler Kai Havertz, Serge Gnabry, David Raum und Marc-André ter Stegen sowie Bayern-Star Sadio Mané stehen dort unter Vertrag.

Füllkrug hat zwar erst kürzlich in einem Interview mit der Deichstube betont, dass er "total glücklich bei Werder sei" und wisse, "was ich an Werder habe und dass ich auch hier noch die Möglichkeit habe, mich weiterzuentwickeln." Im selben Interview sagte der Stürmer aber auch: "Falls es zu der Konstellation kommt, dass ein Angebot da ist, muss man es bewerten. Ich bin mit Clemens Fritz und Frank Baumann in sehr engem Austausch. Wir müssen einfach schauen, in welche Richtung es sich entwickelt."

Aus finanzieller Sicht wäre ein Wechsel äußerst reizvoll. Als Füllkrug seinen Vertrag im Sommer bis 2025 verlängerte, erklärte er sich zu Gehaltseinbußen von 20 Prozent ab der kommenden Saison bereit. Zu der rasanten sportlichen Entwicklung, die der Rechtsfuß in den vergangenen Monaten genommen hat, passen diese Kondition nicht.


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