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Transfer-Check: RB Leipzig und FC Bayern mit Interesse an Giacomo Raspadori?

Simon Zimmermann
Giacomo Raspadori soll auf dem Zettel zahlreicher Topklubs stehen
Giacomo Raspadori soll auf dem Zettel zahlreicher Topklubs stehen / BSR Agency/Getty Images
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Der Name Giacomo Raspadori taucht in der internationalen Transfer-Gerüchteküche auf. Der 21 Jahre alte Angreifer soll nicht nur in Italien auf den Wunschzetteln der Spitzenklubs stehen, sondern auch bei RB Leipzig und dem FC Bayern gehandelt werden. 90min blickt auf das Gerücht und liefert eine Einschätzung.


Giacomo Raspadori ist ein wachechtes Eigengewächs von US Sassuolo. Der siebenfache italienische U21-Nationalspieler durchlief beim aktuellen Tabellenachten der Serie A sämtliche Jugendmannschaften, bevor er 2019 für die Profis debütierte.

In der laufenden Saison gehört Raspadori zum erweiterten Stammpersonal, stand bei 23 Liga-Einsätzen zehnmal in der Startelf und kam 13 Mal als Joker. Vier Tore und zwei Vorlagen gelangen dem 1,72 Meter großen Mittelstürmer dabei. Keine herausragende Quote. Sein enormes Potenzial konnte der beidfüßige Angreifer dennoch schon häufig unter Beweis stellen. Und auch Raspadoris Mentalität ragt heraus. Der 21-Jährige durfte sein Team in den letzten vier Spielen sogar als Kapitän aufs Feld führen.

Qualitäten, die ihn laut der italienischen Tuttosport auf die Zettel zahlreicher Topklubs gebracht hat. Aus Italien sollen Juventus und Inter Mailand an Raspadori interessiert sein. Mit Olympique Marseille gibt es einen weiteren Bewerber aus Frankreich. Und auch in der Bundesliga soll der Name Raspadori ein Begriff sein. Demnach habe RB Leipzig Interesse und sogar der FC Bayern ein Auge auf den Angreifer geworfen. In der Heimat wird Raspadori - vor allem wegen seiner Statur - schon mit Sergio Agüero verglichen. Ganz so weit ist der Italiener aber längst noch nicht.

Die Quelle

Bei der Frage, wie nah dran vor allem die beiden Bundesliga-Klubs an einem Transfer von Raspadori sind, muss man zunächst die Quelle des Gerüchts betrachten. Die Tuttosport ist bekannt dafür, teils wilde Spekulationen zu verbreiten und gilt als nicht sonderlich zuverlässige Quelle.

Dass Raspadori vor allem aber bei den italienischen Spitzenklubs auf dem Zettel steht, darf angenommen werden. Schließlich gilt der 21-Jährige als einer der größten Sturmhoffnungen seines Landes.

Die Transfer-Modalitäten

Raspadori steht bei Sassuolo noch bis 2024 unter Vertrag. Sein aktueller Marktwert wird von transfermarkt.de auf vier Millionen Euro geschätzt. Aufgrund der langen Vertragslaufzeit dürfte der Angreifer aber deutlich über seinem Marktwert kosten. Die Tuttosport nennt eine Summe von rund 20 Millionen Euro, die als Ablöse fällig werden sollen. Trotz dieser Forderung soll sich ein Transfer im Sommer anbahnen, heißt es.

Einschätzung zum Transfer-Gerücht

Dass wir Raspadori in der neuen Saison in der Bundesliga sehen werden, kann man nahezu ausschließen. Beim FC Bayern wird der Vertrag mit Eric Maxim Choupo-Moting verlängert, Bedarf für einen weiteren Sturm-Backup ist schlicht nicht vorhanden. Und auf keine Fälle für rund 20 Millionen Euro.

In Leipzig hadert man zwar mit den aktuellen Stürmern. Mit Ajax-Juwel Brian Brobbey hat man sich aber bereits für die neue Saison verstärkt. Einen weiteren Stürmer zu verpflichten - zumal ein ähnlicher Typ wie Brobbey - ergäbe wenig Sinn. Mit Yussuf Poulsen, Alexander Sörloth und Hee-chan Wang dürfte man bei RB auch in die neue Spielzeit gehen.

Die wahrscheinlichste Variante ist also ein Transfer von Raspadori innerhalb Italiens. Gut möglich wäre dabei auch eine Lösung mit einer sofortigen Leihe zurück zu Sassuolo. Denn bei allem Talent: Dass sich der Youngster schon jetzt bei Juve oder Inter durchsetzen kann, bleibt höchst zweifelhaft.

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