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Conte pocht auf Transfers - und die Spurs verhandeln über Traoré

Malte Henkevoß
Antonio Conte weist die Richtung der Spurs.
Antonio Conte weist die Richtung der Spurs. / Robin Jones/GettyImages
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Hinten rüber fallen wollen die Spurs in der Diskussion über die Top Six der Premier League in jedem Fall nicht. Doch momentan steht Platz sieben zu Buche. Was ist das Problem? Laut Trainer Antonio Conte besteht auf dem Transfermarkt unbedingt Nachholbedarf, wenn man nicht den Anschluss an die anderen Top-Klubs verlieren will.


Nun, ehrlich gesagt ist der aktuelle siebte Platz auch eine trügerische Momentaufnahme, da Tottenham durch Corona weniger Spieler absolviert hat, als die meisten Mannschaften davor. So könnte mit einem einzigen Sieg aus den nachzuholenden Spielen Platz vier schon wieder in Aussicht stehen. Schwarzmalerei ist in Nordlondon also nicht unbedingt angesagt.

Trotzdem will Conte Bewegung in den Kader bringen. Gegenüber Sky Sports sagte der Italiener: "Der Verein weiß sehr gut, was ich denke und wie viel Zeit wir brauchen, um diese Lücke zu schließen – es gibt nicht nur einen Transfermarkt, um die Lücke zu schließen." Das klingt nach einem Trainer, dessen Blick schon in die Zukunft geht, um die Möglichkeiten seines Vereins zu beurteilen - und mit diesen noch nicht zufrieden ist.

"In den letzten Jahren ist diese Lücke sehr, sehr groß geworden, und jetzt ist es nicht einfach, in kurzer Zeit eine Lösung zu finden, und aus diesem Grund konzentriere ich mich nur darauf, bis zum Ende mit den Spielern zu arbeiten. Dann werden wir sehen." Was nebenbei nicht heißt, dass die Spurs nicht trotzdem auf dem Transfermarkt und in Verhandlungen aktiv sind.

So soll noch in diesem Winter wenn möglich ein Transfer von Adama Traoré forciert werden. Der 25-jährige Spanier von den Wolverhampton Wanderers soll eine mögliche schneller Verstärkung für die linke Außenbahn werden, welche Tottenham wieder in höhere Gefilde führen könnte. Ein erstes Angebot von 18 Millionen Euro wurde von den Wolves abgelehnt. Doch die Spurs sind wohl bereit, etwas Geld in die Hand zu nehmen, um Traoré nach London zu holen.

Wenn es nach Conte geht, ist das jedoch nur der Anfang einer geradzu großflächigen Transferoffensive: "Wir haben vier Monate Zeit, um zu versuchen, alles zu geben, aber wenn wir denken, dass wir das Problem in diesem Transferfenster lösen können, entspricht das nicht der Realität. Man braucht viele Jahre, aber man muss auf jeden Fall anfangen, und es gibt einen Punkt, an dem man anfangen muss."

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