Tonali für ein Spiel gesperrt - bittere Schwächung vor Milans Topspiel

Jan Kupitz
Pioli muss im Spitzenspiel ohne Tonali auskommen
Pioli muss im Spitzenspiel ohne Tonali auskommen / Francesco Pecoraro/Getty Images
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Die AC Milan muss im kommenden Spitzenspiel gegen Juventus Turin auf Sandro Tonali verzichten. Der Youngster wurde nach seiner Roten Karte für ein Spiel gesperrt - eine Sperre, die den Rossoneri sehr weh tun könnte.

Beim 2:0-Erfolg gegen Benevento erlebte Tonali einen gebrauchten Abend. Der italienische Nationalspieler zeigte am frühen Sonntagabend eine schwache Leistung und flog nach einer knappen halben Stunde auch noch vom Platz. Der 20-Jährige hatte Gegenspieler Ionita (unabsichtlich) knapp unterhalb des Knies getroffen und nach Einschreiten des VAR nachträglich die Rote Karte gesehen. Das italienische Sportgericht sperrte Tonali zwar nur für eine Partie - doch bitterer hätte der Zeitpunkt für Spieler und Verein nicht sein können.

Denn Tonali verpasst nicht irgendein Spiel, sondern ausgerechnet den Kracher gegen Juventus Turin. Die Bianconeri sind nach schwachem Saisonstart zuletzt besser in Fahrt gekommen, liegen (mit einem Nachholspiel gegen Napoli in der Hinterhand) trotzdem zehn Punkte hinter Milan - mit einem Dreier könnten die Rossoneri den Erzrivalen also deutlich distanzieren und ein weiteres Ausrufezeichen im Titelkampf setzen; auch wenn die Champions-League-Qualifikation nach wie vor das alleroberste Ziel der Mailänder sein sollte und dürfte.

Tonalis Sperre gegen Juve ist umso bitterer, weil auch Ismael Bennacer mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht rechtzeitig fit wird - und der Platz auf der Doppelsechs neben dem fantastisch aufspielenden Franck Kessié somit mehr schlecht als recht besetzt sein wird.

Wie bereits nach Tonalis Platzverweis gegen Benevento, dürfte Stefano Pioli auf Rade Krunic in der Mittelfeldzentrale vertrauen. Doch bei allem Respekt: Der Bosnier ist ein ständiger Gefahrenherd für das eigene Team, verliert viele unnötige Bälle und verursachte gegen Benevento auch noch ziemlich plump einen Elfmeter (den Caprari letztlich neben das Tor setzte). Krunic dürfte im Topspiel von Juve als klare Schwachstelle ausgemacht werden - es liegt an den Rossoneri, den 27-Jährigen bestmöglich zu unterstützen.

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