Tibidi, Kastanaras, Ulrich: Wie plant der VfB Stuttgart mit seinen Talenten?

Daniel Holfelder
Alexis Tibidi
Alexis Tibidi / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Die U19 des VfB Stuttgart hat sich im DFB-Pokalfinale mit 3:1 gegen Borussia Dortmund durchgesetzt. Einige der schwäbischen Talente werden bald auch in der Bundesliga für Furore sorgen. Insbesondere Alexis Tibidi, Thomas Kastanaras und Laurin Ulrich stehen im Fokus.


Tibidi ist der einzige der drei Jungspunde, der bereits Erfahrung in der Bundesliga gesammelt hat. Der dribbelstarke Angreifer kam in dieser Saison 13 Mal zum Einsatz, scheint sich aber mit Disziplinlosigkeiten selbst im Weg zu stehen. Das berichtet der Kicker.

Demnach pflege der Franzose eine eher lockere Beziehung zum Thema Pünktlichkeit und soll schon mehrfach verspätet zu diversen Terminen erschienen sein. Eine zweiwöchige Degradierung zur U21 im Februar und viele Gespräche hätten leider nicht zu einem Umdenken geführt. Aus diesem Grund sei Tibidi im Saisonendspurt schließlich zurück in die U19 geschickt worden.

"Alexis Tibidi ist extrem verpeilt"

VfB-Coach Matarazzo

Trainer Pellegrino Matarazzo spricht inzwischen auch öffentlich über die Hallodri-Mentalität des 18-Jährigen: "Alexis hat seine Position bei uns ein Stück weit verbockt. Er ist kein böser Kerl, aber er ist extrem verpeilt und hat keine Struktur. Das ist sehr, sehr schade, denn ich sehe viel Potenzial in dem Jungen. Er hat schon gezeigt, was er kann."

Von "Aktionen, die einfach nicht gehen" ist die Rede, aus denen Tibidi lernen müsse. Tut der französische Juniorennationalspieler das, stehe ihm der Weg zurück aus der U19 in den Profikader offen: "Wenn er der Mannschaft schadet, dann muss man als Trainer reagieren. Deswegen muss er im NLZ wachsen. Wenn wir das Gefühl haben, dass er bereit ist, dass er den nächsten Schritt in Sachen Professionalität macht, kann er wieder zurückkommen. Nicht vorher. Er muss lernen, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und dass es Regeln gibt, die auch für ihn gelten." (zitiert via Kicker)

Kastanaras im Profikader, Ulrich im Bayern-Fokus

Mit ähnlichen Problemen sind Thomas Kastanaras und Laurin Ulrich bislang nicht aufgefallen. Mittelstürmer Kastanaras, der wegen seines Torriechers (25 Tore in 19 U19-Bundesliga-Partien) intern "Kistanaras" gerufen wird, gehört ab der kommenden Saison dem Profikader an. Im März hatte der 19-Jährige einen Lizenzspielervertrag bis 2025 unterzeichnet.

Matarazzo, der als Talente-Förderer bekannt ist, spornt den jungen Griechen schon jetzt gewaltig an: "Er entscheidet, welchen Weg er gehen wird. Wir werden uns kennenlernen, er wird mit der Mannschaft trainieren, sich zeigen und hoffentlich die Schritte gehen, die wir ihm zutrauen. Am Ende entscheidet er mit seinen Leistungen, wie weit und wie schnell es geht. Ich schließe nie eine Tür, sondern mache sie auf, damit ein Spieler angreifen kann."

Der erst 17-jährige Laurin Ulrich wird womöglich auch schon im nächsten Jahr erstmals Bundesligaluft schnuppern. Der Kapitän der U17 gilt als absolutes Top-Talent und wird beispielsweise mit Florian Wirtz oder Kai Havertz verglichen. Wie die beiden (ehemaligen) Leverkusener ist Ulrich im offensiven Mittelfeld zu Hause.

Das Potential des Youngsters ist auch dem Branchenprimus aus München nicht verborgen geblieben. Die Bayern würden den deutschen Juniorennationalspieler gerne an die Isar lotsen. Matarazzo zeigt sich jedoch zuversichtlich, dass Ulrich, dessen Vertrag noch bis 2023 läuft, beim VfB bleiben wird: "Wir schätzen Laurin sehr und er hat eine Perspektive bei uns im Klub. Ich bin optimistisch, dass er sich für den VfB entscheidet."


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