Thibaut Courtois kritisiert eigenes Ballon-d'Or-Ranking scharf

Jan Kupitz
Thibaut Courtois
Thibaut Courtois / Aurelien Meunier/GettyImages
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Thibaut Courtois wurde bei der Ballon-d'Or-Zeremonie mit der Jaschin-Trophäe ausgezeichnet. Richtig glücklich war er an dem Abend aber trotzdem nicht - seine Platzierung bei der Ballon-d'Or-Wahl missfiel dem Keeper.


Bei den Herren wurde Thibaut Courtois im Ballon-d'Or-Ranking auf den siebten Platz gewählt und lag damit unter anderem vor Vinicius Jr. und Erling Haaland. Lediglich Karim Benzema, Sadio Mané, Kevin De Bruyne, Robert Lewandowski, Mohamed Salah und Kylian Mbappé landeten vor dem Belgier, der damit der bestplatzierte Torhüter der Wahl war und folgerichtig auch die Jaschin-Trophäe erhielt.

Mit seinem Abschneiden war die Nummer eins von Real Madrid aber nicht zufrieden. "Ich freue mich sehr für Karim Benzema", sagte er zwar am Mikrofon von Cadena SER (via DH). Sein eigenes Ranking war ihm hingegen ein Dorn im Auge: "Ich sage nicht, dass ich ihn [den Ballon d'Or] gewinnen sollte - aber ich stehe nicht einmal auf dem Siegertreppchen, obwohl ich der Torwart bin, der La Liga und die Champions League gewonnen hat."

"Es heißt, ein Tor zu schießen ist besser als ein Tor zu halten. Das ist ein Kampf, der noch gewonnen werden muss. Als ich die Logik sah und wusste, wie sie abstimmen, wusste ich, dass ich keine Chance haben würde, zu gewinnen", übte er Kritik.

Tatsächlich ist es in der Geschichte des Ballon d'Or nur einem einzigen Torhüter gelungen, den Award abzustauben: Der Russe Lew Jaschin - nach dem folglich der Preis für den besten Torhüter des Jahres benannt wurde - schaffte dieses Kunststück im Jahr 1963.

Der letzte Torhüter, der unter den besten Drei landete, war Manuel Neuer im Jahr 2014 (3.).

"Ein Torwart als Preisträger? Ich sehe das als unmöglich an für einen Torwart", sagte Courtois. "Es ist unmöglich, diesen Preis zu gewinnen. Ich weiß nicht, ob man als Torwart mehr erreichen kann als das, was ich im letzten Jahr erreicht habe."


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