Borussia Mönchengladbach

Keine Chance für die Talente: Farke äußert sich zum Fohlen-Dilemma

Daniel Holfelder
Daniel Farke schickte bislang die fünftälteste Mannschaft der Bundesliga aufs Feld
Daniel Farke schickte bislang die fünftälteste Mannschaft der Bundesliga aufs Feld / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Viele junge Spieler im Kader von Borussia Mönchengladbach kommen unter Daniel Farke bislang kaum zum Einsatz. Nun hat der Gladbacher Trainer die Gründe dafür erläutert.


"Ich bin weit davon entfernt, unseren jungen Spielern zu viel Verantwortung auf die Schultern laden zu wollen. Das wäre auch unangemessen. Wir haben eine Verantwortung, die Spieler zu entwickeln und an die Profis heranzuführen", sagte Farke (Zitiert via Bild-Zeitung). Stand heute schickte der 46-Jährige in dieser Saison die fünftälteste Mannschaft der Bundesliga aufs Feld. Über dem Gladbacher Durchschnittsalter von 27,01 Jahren liegen lediglich der VfL Bochum (29,02), Union Berlin (27,87), der FC Schalke (27,57) und der FC Augsburg (27,10).

Der Hauptgrund dafür, dass etwa für Yvandro Borges (18 Jahre), Jan Olschowsky (20), Oscar Fraulo (18), Conor Noss (21), und Rocco Reitz (20) zusammen nur 22 Einsatzminuten notiert sind, liegt auf der Hand: In Farkes Augen fehlt den Youngstern (noch) die Qualität, um der Fohlen-Elf in der Bundesliga weiterzuhelfen.

"Ich bin froh, dass wir sie bei uns haben. Sie entwickeln sich gut und geben weiter Gas", lobte Farke seine Talente zwar. Allerdings schränkte er ein: "Die Bundesliga ist, bei allem Respekt, aber ein anderes Niveau als die Regionalliga West oder die U19-Bundesliga."

Rückkehr zum "Borussia-Weg"?

Dass die Jungprofis nicht verzagen müssen, beweisen die Stammplätze von Joe Scally (19 Jahre) und Manu Koné (20). Beide Spieler gehören unter Farke zu den Leistungsträgern und haben großen Anteil daran, dass sich die Borussia wesentlich überzeugender präsentiert als noch in der vergangenen Saison.

Gut möglich also, dass sich bei entsprechender Entwicklung schon bald weitere Teenager in der Gladbacher Startelf wiederfinden. Das würde auch zur im Sommer propagierten Rückkehr zum "Borussia-Weg" und dem Einbau eigener Talente ins Profiteam passen. Sportdirektor Roland Virkus hatte in mehreren Interviews bedauert, dass der Klub von diesem Weg abgekommen sei.


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