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Suárez-Transfer stockt: Nun verlangt Barça von Atlético eine Ablösesumme

Guido Müller
Luis Suárez bei der Ankunft auf dem Trainingsgelände der Azulgrana
Luis Suárez bei der Ankunft auf dem Trainingsgelände der Azulgrana / David Ramos/Getty Images
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Auch knapp zwei Wochen vor Transferschluss (5. Oktober) bleibt die sportliche Zukunft von Luis Suárez ungeklärt. Trotz des Einknickens seines neuen Coaches Ronald Koeman, der den Uruguayer ursprünglich vom Hof jagen wollte und sich nun doch nach eigenen Aussagen mit einem Verbleib des Torjägers anfreunden könnte, will Suárez den Klub verlassen. Doch seine Optionen werden immer weniger.

Denn der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat sich bereits aus dem Rennen um den 33-jährigen Stürmer verabschiedet. Der Prozess für seine Einbürgerung würde zu lange dauern, so Juves Sportdirektor Fabio Paratici.

Und die spanische Option Atlético Madrid hat jetzt ebenfalls einen Rückschlag erlitten. Denn die Blaugrana haben ihre ursprünglichen Pläne, Suárez ablösefrei gehen zu lassen (der Vertrag des Südamerikaners beim FC Barcelona läuft noch bis zum Sommer 2021), um den Großverdiener (kolportierte 10 Millionen Euro netto jährlich!) nur ja von der pay roll zu bekommen, offenbar über den Haufen geworfen.

Zwischen Klub und Spieler soll es nämlich ein gentlemen's agreement gegeben haben, dem zufolge Suárez prinzipiell ablösefrei gehen könne. Nur bezüglich eines kleinen Kreises von Klubs, zu dem Real Madrid, Manchester City oder Paris St. Germain gehören, sollte davon eine Ausnahme gemacht werden. So berichtet es der Radiosender Onda Cero in seinem Format El Transistor (via marca.com) Dem Sender zufolge soll sich Atlético Madrid ursprünglich nicht in diesem Kreis befunden haben.

Umso überraschender, dass es jetzt auf einmal anders ist. Die as spricht von einer einseitigen Vorgehensweise des Klub-Präsidenten, der quasi von Knall auf Fall nun auch Atlético Madrid in den Kreis der ablösepflichtigen Klubs aufgenommen hat. Suárez "droht" nun seinerseits mit einem Verbleib im Nou Camp, wenn der Transfer zu den colchoneros weiterhin derartig torpediert wird.

Barça-Boss Bartomeu will einen ablösefreien Weggang von Suárez zu einem nationalen Konkurrenten unbedingt verhindern
Barça-Boss Bartomeu will einen ablösefreien Weggang von Suárez zu einem nationalen Konkurrenten unbedingt verhindern / Quality Sport Images/Getty Images

Man braucht kein Experte oder Hellseher zu sein, um sich auszurechen, dass sich in den nicht einmal mehr zwei Wochen bis zum Ende des Transfermarktes diese angespannte Situation zwischen Klub und Spieler noch verschärfen wird. Währenddessen wartet Atlético, das auf keinen Fall eine Ablösesumme bezahlen will, auf seine Chance. Spätestens am Abend des 5. Oktober wird jedoch auch dieses Warten ein Ende haben.

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