Stimmen zum Eintracht-Aus: SSC Neapel "eine Nummer zu groß"

SSC Napoli war Eintracht Frankfurt überlegen
SSC Napoli war Eintracht Frankfurt überlegen / Ivan Romano/GettyImages
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Eintracht Frankfurt hat das Wunder von Neapel nicht geschafft und nach der Hinspiel-Pleite auch das Rückspiel verloren. Dennoch waren die SGE-Akteure nach Abpfiff (zurecht) stolz auf ihre erste Reise in der Champions League.

Nach dem 0:2 in Frankfurt verlor die Eintracht in Neapel mit 0:3. Somit steht am Ende ein 0:5 aus Sicht der SGE, was erst einmal nach einem herben Dämpfer klingt. Doch ganz so krass unterlegen, wie es die Zahlen am Ende vermuten lassen, waren die Adler nicht.

"Ich finde, dass wir heute ein gutes Spiel gemacht haben, dass wir es versucht haben. Dementsprechend sind wir aufgetreten. Wir haben mutig nach vorne gespielt", befand Torhüter Kevin Trapp am DAZN-Mikro (via kicker).

Letztlich müsse man sich eingestehen, dass Napoli über höhere Qualität verfüge. "Sie haben eine klasse Mannschaft und stehen nicht umsonst da, wo sie stehen", so Trapp mit Blick auf die Tabelle der Serie A, die Neapel mit 22 Siegen aus 26 Spielen meilenweit anführt.

Auch sein Kapitän Sebastian Rode musste anerkennen, dass man gegen "eine fantastische Mannschaft" verloren hat. "Man hat gesehen, was für eine spielerische Klasse da herrscht", lobte er die Italiener.

Kein Bedauern bei der Eintracht

Im Eintracht-Lager war man sich aber einig, dass man sich für die Auftritte im Champions-League-Achtelfinale nicht schämen müsse. "Ich bin stolz auf die Mannschaft und das Erreichte", machte Rode klar. Vor der Saison habe "uns fast niemand zugetraut", dass man in die K.o.-Runde der Königsklasse vorstoßen würde. "Und dann sind wir gegen den kommenden italienischen Meister ausgeschieden", so der Mittelfeldmotor lapidar.

"Ich glaube, dass das jeder Einzelne genossen hat, dass wir allen Fans viel Freude gemacht haben", pflichtete Trapp bei. Der Keeper schielte nach dem Aus schon auf eine erneute Teilnahme am wichtigsten Vereinswettbewerb der Welt: "Wer einmal Champions League gespielt hat, will immer auf diesem Niveau spielen. Die Qualität haben wir in der Mannschaft."

Das dürfte auch SGE-Coach Oliver Glasner so sehen, der nach dem Ausscheiden ein "Kompliment an meine Mannschaft" richten wollte. "Wir haben die Eintracht, Frankfurt und Deutschland in vielen Situationen sehr gut vertreten", meinte der Österreicher. "Ich bin sehr stolz, was meine Mannschaft geleistet hat in dieser Champions-League-Saison als erster deutscher Neuling nach 25 Jahren."

Napoli für Glasner ein Titelkandidat in der CL

"Wir müssen akzeptieren, dass Neapel eine Nummer zu groß war für uns", so Glasner. "Sie spielen sehr, sehr guten Fußball, schon über die gesamte Saison. Sie haben uns unsere Grenzen aufgezeigt. [...] Sie sind immer in der Lage, ein Tor zu erzielen. Und sie sind defensiv unglaublich stabil. Du findest kaum Räume, auch in der Absicherung. Sie haben immer eine gute Balance im Spiel."

Glasner betonte, dass er Neapel "auf absolutem Topniveau" sehe. "Wenn sie so weitermachen, dann werden sie sicherlich auch in der Champions League um den Titel mitspielen."