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Stadt Hamburg und der HSV machen Weg für Renovierung des Volksparkstadions frei

Stadion Innenansicht
Das Volksparkstadion wird renoviert | TF-Images/Getty Images

Der Hamburger SV und die Freie und Hansestadt Hamburg haben sich auf einen Deal bezüglich des Grundstücks, auf dem das Volksparkstadion steht, geeinigt. Demnach kauft die Stadt zunächst das Gelände (nicht das Stadion!) für 23,5 Millionen Euro und überlässt im Gegenzug dem Klub ein Erbbaurecht bis zum Jahr 2087.

Mit der am Mittwoch unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) - das Ganze muss noch von der Bürgerschaft, also dem Hamburger Parlament, abgesegnet werden - ist eine der wesentlichen Hürden für die Modernisierung des Stadions auch im Hinblick auf die Europameisterschaft 2024 genommen.

Finanzvorstand Frank Wettstein auf der Webseite des Klubs: "Mit dieser Umstrukturierung des Eigentumsverhältnisses am Stadiongrundstück in ein langfristiges Erbbaurecht können wir trotz der immensen wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir wegen der Corona-Pandemie stehen, das Volksparkstadion aus eigener Kraft für die Zukunft und insbesondere mit Blick auf die UEFA Euro 2024 ausrichten."

Wettstein: "Eine für alle Seiten optimale Lösung!"

Nun will (und soll) der Klub das ein wenig in die Jahre gekommene Schmuckkästchen aufhübschen. "Mit den Investitionen soll aber in erster Linie auch der Aufenthalt bei unseren HSV-Heimspielen attraktiver gestaltet werden", so Wettstein weiter. "Durch diese Vereinbarung können wir die umfangreichen Modernisierungen trotz Corona-Krise und erheblicher Umsatzeinbußen realisieren. Mit der heutigen Vereinbarung im Sinne der städtischen Grundstückstrategie haben wir eine für alle Seiten optimale Lösung gemeinsam gestaltet.“

Auch der zuständige Innen- und Sportsenator der Stadt, Andy Grote, zeigte sich zufrieden mit der Vereinbarung: "Ich freue mich, wenn auf diesem Weg die Handlungsfähigkeit des größten Sportvereins unserer Stadt erhalten bleibt und die notwendigen Zukunftsinvestitionen gesichert werden können. Zur UEFA EURO 2024 soll Hamburg über ein modernes, attraktives Stadion verfügen, in dem dann hoffentlich nicht nur Gruppenspiele, sondern möglichst auch einzelne Achtel- oder Viertelfinalpartien ausgetragen werden.“

Der Erbbauzins soll marktübliche 1,8 Prozent des Grundstückswertes betragen. Die bis 2087 angesetzte Dauer des Erbbaurechts ist zudem bis 2117 verlängerbar.