Wegen Stadion: PSG-Boss geht auf Stadt Paris los

Daniel Holfelder
 PSG Präsident Nasser Al-Khelaifi
PSG Präsident Nasser Al-Khelaifi / Eurasia Sport Images/GettyImages
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Nasser Al-Khelaifi sorgt mit scharfer Kritik an der Stadt Paris für Aufsehen. Der Präsident von Paris Saint-Germain ärgert sich darüber, dass das Stadion des Topklubs noch immer nicht höchsten Ansprüchen genügt.


Gegenwärtig bietet der Parc des Princes lediglich 49.000 Zuschauern Platz. Zu wenig für einen Spitzenklub. Schon seit längerem möchte Al-Khelaifi die Arena umbauen und das Fassungsvermögen erhöhen. Allerdings scheint die Stadt Paris nicht bereit zu sein, die Forderungen des PSG-Bosses in die Tat umzusetzen.

"Unsere erste Option ist es natürlich, zu bleiben, aber ich glaube nicht, dass der Stadtrat das will", erklärt der 48-Jährige gegenüber der spanischen Zeitung Marca (via Bild). "Sie setzen uns unter Druck, zu gehen. Wir streiten uns seit fünf Jahren mit ihnen. Jedes Mal sind es die gleichen falschen Versprechungen: heute, morgen, diese Wahl, die nächste Wahl.... Wir haben es satt. Wir brauchen ein faires Abkommen."

Al-Khelaifi weiter: "Wir haben rund 80 Millionen Euro aus eigener Tasche in das Stadion investiert, aber es ist nicht unser Stadion, wer sonst würde das tun? Wir wollen ein Stadion wie alle anderen Vereine, wir müssen unsere Einnahmen erhöhen, ein besseres Stadion für unsere Fans haben und mehr Fans haben, als wir unterbringen können. Der Stadtrat denkt, dass wir scherzen, aber das tun wir nicht. Wir denken ernsthaft über andere Optionen nach. Wir sehen uns nach Alternativen um, denn ich glaube, wir sind im Parc des Princes nicht mehr willkommen. Sie spielen mit uns, und wir sind es leid."

"Ich liebe den Parc des Princes, er ist unsere Geschichte und ich respektiere ihn mehr als alles andere, und es war immer unsere erste Wahl, dort zu bleiben. Aber ich glaube nicht, dass sie uns dort haben wollen", fasst er zusammen.

Im gleichen Interview bezieht der PSG-Präsident auch Stellung zu den Gerüchten um einen Verkauf der PSG-Anteile durch die von ihm angeführte Aktiengesellschaft Qatar Sports Investments. "Es gibt ein großes Interesse von Investoren an dem Verein, das ist fantastisch", verrät er. "Sie wollen Minderheitsbeteiligungen haben, wir sprechen sehr offen mit ihnen. In diesen Gesprächen wird der Verein mit über vier Milliarden Euro bewertet. Das ist kein Ziel, sondern die Marktbewertung. Das ist fantastisch. Wir haben eine Marke und ein Unternehmen von Grund auf aufgebaut, jetzt sehen wir die Ergebnisse unserer Arbeit. Denken Sie daran, dass dies erst der Anfang ist: Unser Projekt ist ehrgeizig und langfristig angelegt."


Taktik-Experte Tobias Escher analysiert die Partie zwischen Deutschland und Spanien:


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