Bundesliga

Nach Stadion-Chaos: Werder Bremen entschuldigt sich bei Hertha-Fans

Henry Einck
Einigen Fans der Hertha BSC wurde der Eintritt in den Auswärtsblock verwehrt.
Einigen Fans der Hertha BSC wurde der Eintritt in den Auswärtsblock verwehrt. / JOHN MACDOUGALL/GettyImages
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Ende Oktober erlebten Fans der Hertha BSC ein unschönes Auswärtsspiel in Bremen. Die angereisten Anhänger hatten mit Problemen bei der An- und Abreise sowie beim Zugang zum Auswärtsblock zu kämpfen. In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich Werder Bremen und die Hertha zu den Ereignissen geäußert.


Für das Freitagabendspiel am 28. Oktober baute die Hertha auf die Unterstützung der mitgereisten Fans. Allerdings trübte die chaotische Organisation das Stadionerlebnis der Gäste bei Werder Bremen. Vielen Hertha-Fans wurde der Eintritt in den Auswärtsblock verwehrt. Polizei und Ordnungskräfte riegelten den Block wegen Überfüllung ab. Infolgedessen schauten einige Anhänger das Spiel ihrer Mannschaft auf den Bildschirmen der Stadion-Katakomben. Auch bei der An- und Abreise soll es zu Problemen gekommen sein.

In einer gemeinsamen Stellungnahme haben sich Hertha-Boss Kay Berstein (42) und Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald (62) zu den Ereignissen in Bremen geäußert. Die Bremer entschuldigten sich für die Umstände und Probleme beim Stadionbesuch.

"(Wir) müssen einräumen, dass wir beim SV Werder Bremen unseren eigenen Ansprüchen an eine Willkommenskultur für Gästefans an diesem Spieltag leider nicht gerecht geworden sind. Dafür möchten wir uns mit diesem Schreiben bei Euch in aller Form entschuldigen."

Stellungnahme SV Werder Bremen

In der Erklärung sprachen die Präsidenten von "organisatorischen Unklarheiten", "infrastrukturellen Problemlagen" und "Kommunikationsfehlern". Diese Umstände hätten im Wesentlichen die An- und Abreise zum Stadion betroffen und eine Verkettung von Problemen nach sich gezogen.

Ärger bei Gäste-Fans groß

Die angereisten Hertha-Fans äußerten ihren Ärger noch während des Spiels in sozialen Medien. Viele traten mit Beschwerden per E-Mail an die Klubs heran. Dazu heißt es in der Stellungnahme: "Wir können für Euch das Erlebte leider nicht rückgängig machen und nehmen Eure Beschwerden und Berichte sehr ernst."

Die beiden Klubs ließen verlauten, dass sie alle weiteren Informationen sammeln wollen, um damit die aufgetretenen Probleme zu analysieren und den Gäste-Fans in Zukunft wieder ein schöneres Stadionerlebnis zu ermöglichen.

Neben dem Organisatorischen erlebten die Gäste-Fans auch sportlich einen bitteren Abend. Die Hertha BSC kassierte erst in den Schlussminuten den spielentscheidende Gegentreffer. Niklas Füllkrug köpfte Werder Bremen in der 85. Minute zum Heimsieg.


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