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So plant der BVB mit Ansgar Knauff

Jan Kupitz
Ansgar Knauff soll in Zukunft eine größere Rolle einnehmen
Ansgar Knauff soll in Zukunft eine größere Rolle einnehmen / Daniel Kopatsch/Getty Images
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Es war schon eine Überraschung, als Borussia Dortmund am Dienstagabend seine Mannschaftsaufstellung für die Partie gegen Man City bekannt gab. Während etablierte Spieler wie Thorgan Hazard und Julian Brandt auf der Bank schmorten, leuchtete die 36 auf dem Spielberichtsbogen auf. Auch in Zukunft soll der Träger dieser Nummer mehr und mehr Verantwortung bekommen.

Die Rede ist natürlich von Ansgar Knauff, der durch seine Nominierung Dortmunds jüngster deutscher Startelf-Spieler in einem K.o.-Spiel der Champions League überhaupt war. Und der 19-Jährige, der 2016 von Hannover 96 zu Schwarz-Gelb gewechselt war, wusste gegen den englischen Ligaprimus zu gefallen.

"Wenn man berücksichtigt, dass er in einem Viertelfinale auswärts bei Man City sein Startelfdebüt gegeben hat, kann man schon davon reden, dass es eine gute Leistung war", lobte Edin Terzic (via kicker) seinen Schützling vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart.

Kyle Walker, Ansgar Knauff
Knauff durfte sich auf der ganz großen Bühne zeigen / Michael Regan/Getty Images

So überraschend Knauffs Einsatz für den Zuschauer von außen war, so logisch war er für die Entscheider bei Schwarz-Gelb. "Ansgar ist kein Gast mehr, sondern schon seit langer Zeit Teil unseres Teams. Er hatte sich diesen Einsatz verdient, und mit diesem hat er sich definitiv die Chance auf weitere verdient", stellte Terzic klar, dass er auch in Zukunft auf das Eigengewächs bauen wird. Zudem ein klarer Fingerzeig in Richtung Hazard oder Brandt, die in den vergangenen Wochen enttäuschten und sich nun vermutlich erst einmal hinter dem Youngster anstellen müssen. Womöglich sogar über einen längeren Zeitraum.

Knauff als "richtiges, vollwertiges Kadermitglied" des BVB

Für die kommende Saison ist es "der Plan", dass Knauff unter dem neuen Trainer Marco Rose "dabei bleibt und richtiges, vollwertiges Kadermitglied wird", wie Sportdirektor Michael Zorc festhält. Ein Leihgeschäft, wie es für Spieler seines Alters gerne mal in Betracht gezogen wird, ist nach den guten Auftritten des 19-Jährigen jedenfalls kein Thema mehr. Schon gegen den 1. FC Köln hatte Knauff in der Schlussphase das Vertrauen von Terzic erhalten und mit einem beherzten Solo den 2:2-Ausgleich vorbereitet.

Solche Aktionen soll und darf Knauff in Zukunft noch häufiger beim BVB zeigen.

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