Schalke-Transfers: Hat Reis seinen Mittelfeld-Abräumer gefunden?

Yannik Möller
Thomas Reis
Thomas Reis / Joern Pollex/GettyImages
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Neben schnellen Außenspielern möchte Thomas Reis auch einen neuen Mittelfeldspieler verpflichten. Seiner Ansicht nach muss Schalke 04 einen Abräumer für das Zentrum finden. Offenbar scheint die Wahl auf Mainz-Youngster Niklas Tauer zu fallen.


Die Priorität liegt ganz klar auf den Flügelspielern. Um mit Schalke noch den schwierigen Klassenerhalt zu erreichen, braucht Thomas Reis was Winter-Transfers betrifft, allen voran schnelle Außenspieler für beide Seiten. Das hat der Trainer auch schon mehrfach und deutlich kommuniziert.

Doch da hört der Bedarf an neuen Spielern noch nicht auf, wenn es nach ihm geht. Es brauche auch "jemanden für die Zentrale", wie er zuletzt gegenüber der WAZ erklärte.

Während Alex Kral und Tom Krauß als Duo in den ersten Spielen unter Reis gut funktioniert und zugleich die Nase vorne haben, scheint der Plan zu sein, ihnen einen Abräumer als Unterstützung auf den Platz zu stellen. Eine Rolle, die Danny Latza dem Vernehmen nach nicht wirklich ausfüllen kann.

Schalke nimmt Mainz-Youngster Tauer ins Visier

Der Bild nach ist Königsblau auf der Suche nach eben diesem Sechser wohl bei Mainz 05 fündig geworden.

Dem Blatt zufolge soll Niklas Tauer ausgeliehen werden. Der 21-Jährige kommt auch gebürtig aus Mainz, hat in der Vergangenheit für die deutsche U20-Nationalelf gespielt und wird zurzeit auf einen Marktwert von 1,5 Millionen Euro geschätzt (via transfermarkt).

In den Plänen von Bo Svensson spielt er jedoch keine Rolle. In der bisherigen Saison wurde er in nur vier Pflichtspielen eingewechselt. Entsprechend groß wirkt die Chance, dass die Nullfünfer ihren Youngster für die anstehende Rückserie verleihen würden.

Niklas Tauer
Niklas Tauer / Alex Grimm/GettyImages

Fans öffnen den Flick-Vergleich: Ist Tauer wirklich die bessere Wahl?

Die Frage, die sich angesichts des Spielerprofis von Tauer allerdings stellt: Ist er wirklich so viel besser als Flick? Letzterer musste Platz machen und selbst verliehen werden, weil der Kader durch das Winter-Transferfenster weder spürbar wachsen noch schrumpfen soll. Ihm wurde diese Aufgabe offenbar am wenigsten zugetraut.

Dabei kann Flick auch auf mehr Profi-Erfahrung zurückgreifen. Obwohl er beispielsweise sieben Bundesliga-Einsätze weniger als Tauer hat, kommt er dort auf etwa 230 Einsatzminuten mehr. Der Mainzer wurde häufig nur für kürzere Zeit eingewechselt, während der ausgeliehene Schalker auch schon mehrere Startelf-Chancen zu verzeichnen hatte.

Außerdem wollte sich Schalke im Winter auf Soforthilfen fokussieren. Also auf Spieler, die möglichst wenig Eingewöhnungszeit brauchen, eventuell auch den Abstiegskampf kennen und ihr Profil bereits geschärft haben. Das ist bei Tauer noch nicht der Fall.

Allerdings wird Reis schon wissen, auf welche Qualitäten er bei ihm zurückgreifen kann. Immerhin ist es am Ende der Trainer, der die Spieler einsetzen muss. Wenn Tauer derjenige unter den Kandidaten ist, dem der Coach am ehesten zutraut die angedachte Aufgabe zu übernehmen, wird auch der Transfer-Fokus auf ihm liegen.


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