90min
FC Schalke 04

Schalke setzt Preisschild für Hoppe - Verkauf unausweichlich?

Yannik Möller
Matthew Hoppe war zuletzt mit der US-Nationalelf unterwegs und erfolgreich
Matthew Hoppe war zuletzt mit der US-Nationalelf unterwegs und erfolgreich / Omar Vega/Getty Images
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Matthew Hoppe hat im Laufe der Rückrunde für reichlich Interesse an seiner Person gesorgt. Mit seinen Auftritten beim Gold-Cup mit der US-Nationalmannschaft hat sich dieses nochmals vergrößert. Schalke würde ihn auch ziehen lassen, ruft dafür nun eine bestimmte Summe auf. Ein Verkauf erscheint unausweichlich.


In der zweiten Jahreshälfte der vergangenen Saison konnte Matthew Hoppe sechs Tore für Schalke 04 erzielen. Insgesamt stand er in 22 Partien der Bundesliga auf dem Feld, konnte sich dabei mehrmals beweisen. Schnell meldeten sich verschiedene Klubs mit Interesse.

Ein Interesse, das sich zuletzt nur vergrößert hat. Das liegt am Erfolg der US-Nationalmannschaft beim Gold-Cup. Zum einen konnte das Team den Wettbewerb gewinnen, zum anderen konnte Hoppe - erstmals ein Teil dieser Mannschaft - sich weiter empfehlen. So ebnete er mit seinem Tor beispielsweise den Weg ins Halbfinale.

Nach Bild-Informationen sollen Vereine aus England, Russland und Italien bereits angefragt und sich nach einem potenziellen Preis erkundigt haben. Die Antwort von S04: für acht Millionen Euro kann der Stürmer wechseln.

Matthew Hoppe
Matthew Hoppe als Teil des USMNT / Peter G. Aiken/Getty Images

Der Bericht deckt sich mit den neuesten Infos von 90min: zwischen sechs und zehn Millionen Euro sollen gefordert werden. Dazu haben auch Vereine aus Spanien und Deutschland ein Auge auf ihn geworfen. Doch gilt die Premier League als wahrscheinlichstes Ziel. In England hatten sich bereits im Februar nicht nur Klubs wie der FC Liverpool oder Tottenham Hotspur mit ihm beschäftigt.

Inzwischen sind mit dem FC Arsenal, Everton, Crystal Palace, Southampton, Brighton, Norwich und Brentford weitere Vereine eingestiegen. Sie alle beobachten Hoppe, haben ihn auf ihrer Liste stehen.

Schalke muss vom Hoppe-Hype profitieren und ihn verkaufen

Für Schalke stellt sich also die Frage: Soll Matthew Hoppe weiterhin gehalten werden, oder wäre ein Verkauf die bessere Variante? Blickt man nüchtern auf die Fakten, kommt man aus Vereinssicht um eine Trennung eigentlich nicht herum.

Um es drastisch zu formulieren: Der 20-Jährige ist derzeit keine acht Millionen Euro wert. Auch nicht für Vereine aus England. Für Königsblau hatte er zwar gute Auftritte, doch wäre es übertrieben zu sagen, dass er diese konstant über die Rückrunde hat zeigen können. Auch sollte nicht vergessen werden, dass er vor der Berufung zum Profi-Team nur in der Regionalliga aufgelaufen ist - und das mit einem Treffer in 16 Partien nicht erfolgreich.

Selbstverständlich hat er bereits einige gute Ansätze gezeigt. Er wirkt zudem wie ein sehr bodenständiger Typ, der gerne hart an sich arbeiten will. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Entwicklung. Eine Entwicklung jedoch, die S04 den aktuellen Umständen entsprechend nicht riskieren kann.

Mit Marius Bülter und Simon Terodde hat man zwei glasklare Starter im Angriff. Dahinter wartet noch Marvin Pieringer, der nach und nach auch Chancen erhalten soll. Hoppe wäre somit kein Stammspieler in der 2. Bundesliga. Derzeit herrscht ein Hype um ihn, nicht zuletzt genährt durch den Erfolg beim Gold-Cup.

Dieser Hype treibt sowohl die möglichen Interessenten hoch, als auch die mögliche Ablösesumme. Wenn der Zweitligist acht Millionen Euro für ihn bekommen kann, muss er abgegeben werden. Das Geld ist sehr knapp bei den Gelsenkirchenern, es müssen auch noch Auflagen erfüllt werden - sonst droht ein Punktabzug von sechs Zählern.

Matthew Hoppe
Mit seinem Hoffenheim-Hattrick fing das Rennen um ihn an / Lars Baron/Getty Images

Dieser würde voraussichtlich zwar auch durch die Verkäufe von Amine Harit, Ozan Kabak und Co. vermieden werden, doch würde es auch mal wieder helfen, wenn man nicht auch den letzten Euro abgeben muss.

Sky-Reporter Dirk große Schlarmann sprach dieser Tage schon davon, dass etwaige Hoppe-Einnahmen als Transferbudget gelten würden. Das ist bei Kabak und Harit nicht der Fall, denn das kann sich Schalke nicht leisten. So würde es für Rouven Schröder noch weitere Handlungsmöglichkeiten geben. Dass er diese umzusetzen weiß, hat er innerhalb des schwierigen Kaderumbaus gezeigt.

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