Bei Sturm Graz im Amt: Ilzer neuer Trainer-Kandidat auf Schalke

Christian Ilzer
Christian Ilzer / Silvia Lore/GettyImages
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Eine Entscheidung bei der Trainersuche von Schalke 04 wurde am Donnerstag vertagt. Offenbar geht es um laufende Verhandlungen mit einem Kandidaten, der noch unter Vertrag stehen. Das würde zu Christian Ilzer passen, der bei Sturm Graz tätig ist.


Wenn Schalke 04 am Sonntag bei Hertha BSC zum wichtigen Abstiegskampf-Duell antritt, wird noch kein neuer Cheftrainer an der Seitenlinie stehen. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, wird Co-Trainer Matthias Kreutzer dann interimsweise übernehmen.

Zwischenzeitlich im Laufe des Donnerstags mit einer Entscheidung und Bekanntgabe gerechnet worden. Daraus wurde aber nichts. Offenbar auch aus dem Grund, weil zuvor naheliegende Kandidaten - wie Thomas Reis - nun nicht mehr hoch im Kurs standen. Die Verantwortlichen rund um Rouven Schröder schienen sich neu umsehen zu müssen. Daher wurden medial auch bereits viele der sonst typischen Namen abgeräumt.

Die Bild macht nun am Abend eine neue Spur auf, die angeblich zu Christian Ilzer führen soll.

Bericht: Ilzer ein Kandidat für Schalke - seit 2020 bei Sturm Graz im Chefsessel

Das würde zugleich auch erklären, wieso die Suche nun doch länger dauert, als zunächst angedacht. Immerhin steht der 44-jährige Österreicher noch bei Sturm Graz unter Vertrag. Im Sommer 2020 hatte er dort übernommen und ein bis 2024 gültiges Arbeitspapier.

Sky-Reporter Dirk große Schlarmann meldete zwischenzeitlich, dass es wohl noch Gespräche bezüglich einer etwaigen Ablöse geben müsse - eben wegen einer solchen Vertragslage.

Ebenfalls passend: Ilzer tritt mit Graz am Samstag noch bei RB Salzburg an. Verständlich, sollte er der Vorbereitung keinen Strich durch die Rechnung machen und urplötzlich nach Gelsenkirchen abreisen wollen. So übernimmt er am Wochenende noch die Verantwortung, während S04 auf Kreutzer setzt. Anschließend könnten beide Parteien zusammenfinden.

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Ilzer ist mit Graz auch in der Europa League unterwegs / JOE KLAMAR/GettyImages

Durchaus denkbar also, dass es potenziell gestartete Gespräche mit Ilzer gibt. Zumindest würde dahingehend der Verlauf der Trainersuche passen.

Angesichts der finanziellen Notwendigkeit, Graz womöglich entschädigen zu müssen: Schröder achtete dem Bericht der Bild zufolge auf eine möglichst kostengünstige Möglichkeit, sich von Frank Kramer zu trennen.

So muss sein Monatsgehalt von 60.000 Euro nicht bis zum Vertragsende 2024 gezahlt werden. Stattdessen wird eine einmalige Abfindung von 450.000 Euro fällig. Zum aktuellen Zeitpunkt entspricht das einem Ersparnis von etwa 700.000 Euro. Somit wird der Wechsel zumindest nicht ganz so teuer, wie anfangs befürchtet.


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