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FC Schalke 04

Schalke siegt deutlich im ersten Test - Reaktionen und Beobachtungen zum 8:0

Yannik Möller
In der S04-Vorbereitung stand am Mittwoch das erste Testspiel an
In der S04-Vorbereitung stand am Mittwoch das erste Testspiel an / Christof Koepsel/Getty Images
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Am Mittwochabend stand für Schalke das erste Testspiel der neuen Saison auf dem Plan. Gegen den Landesligisten PSV Wesel Lackhausen gab es einen soliden 8:0-Sieg. Auch wenn es erst der allererste und nicht unbedingt aussagekräftige Test war, so gab es doch die ein oder andere Beobachtung und im Netz viele Kommentare der S04-Fans.


Vor genau einer Woche startete Schalke 04 in die Saisonvorbereitung. So früh, weil die 2. Bundesliga nicht erst Mitte August startet, sondern bereits Ende Juli. Genau eine Woche nach dem Auftakt stand bereits das erste Testspiel auf dem Plan, die Landesligisten des PSV Wesel Lackhorst waren zu Gast im mit 1000 Zuschauern gefüllten Parkstadion.

Eine Blamage oder Zitterpartie blieb aus, die Partie wurde souverän und glanzlos mit 8:0 gewonnen. Wie so oft bei derartigen Tests: Das Resultat spielt eher eine untergeordnete Rolle, die ersten Erkenntnisse, Veränderungen und die Auftritte der neuen Spieler stehen viel eher im Fokus.

Dimitrios Grammozis
Dimitrios Grammozis will Schalke wieder aus der zweiten Liga führen / Christof Koepsel/Getty Images

Grammozis gibt Hinweise auf seine erste Elf - Neuzugänge fügen sich gut ein

Mit einem bemerkenswert deutlichen Zeichen schickte Dimitrios Grammozis sein Team zur ersten Hälfte auf das Feld. Größere Experimente gab es keine, stattdessen eine Elf, die genau in der Besetzung auch eine Startelf für den gewöhnlichen Ligabetrieb sein könnte. Ralf Fährmann stand im Tor, die Dreierkette bildeten Marcin Kaminski, Malick Thiaw und Salif Sané. Reinhold Ranftl und Thomas Ouwejan spielten über die Flügel, während Danny Latza und Victor Palsson zusammen mit Can Bozdogan im Zentrum aufliefen. Das Sturm-Duo bestand aus Simon Terodde und Benito Raman.

Fünf Tore erzielte dieses Team in Halbzeit eins. Nach einer Viertelstunde eröffnete Latza mit dem 1:0 einen kleinen Lauf, ehe Terodde dreimal und Raman einmal treffen konnte. Besonders auffällig, sowohl durch die Torbeteiligungen, aber auch durch das Spiel an sich: Das neue Zentrum und ein lang ersehntes Flügelspiel.

Latza trat wie der Anführer auf, der er für diese Mannschaft sein soll. Ein vor allem durch und über ihn kontrolliertes Spiel, in dem er sich vorne wie hinten gut einsetzen konnte.

Auffällig viel Lob und Hoffnungen äußerten die S04-Fans im Netz bezüglich der Außenspieler. Ouwejan war mit alleine drei Assists viel am Schalker Spiel beteiligt und zeigte damit die Rolle des mitspielenden Vorbereiters - eine Rolle, die zur neuen Saison so dringend benötigt wird.

Dass auch Raman und Terodde als Duo gut funktionierten, macht ebenfalls erste vorsichtige Hoffnungen. Die beiden könnten auch in der Saison den Doppelsturm geben, da der Belgier den Verein wohl nicht verlassen wird. Somit wäre es eine wichtige Voraussetzung, sollten sie sich gut ergänzen.

Zur zweiten Halbzeit wechselte Grammozis fast das ganze Team einmal durch, nur Ranftl blieb auf dem Platz. Michael Langer stand für den durch das Training zuletzt verletzten Markus Schubert als eigentliche Nummer zwei (?) im Tor, in die Abwehr rotierten Hamza Mendyl, Timo Becker und zum Teil auch Omar Mascarell. Kerim Calhanoglu ging auf die linke Seite, Levent Mercan, Florian Flick und Blendi Idrizi übernahmen die Mitte. Im Sturm spielten Ahmed Kutucu und Rabbi Matondo auf.

Wie es zu erwarten war, flachte das Spiel dementsprechend ab. Calhanoglu jedoch zeigte sich auf seiner Seite sehr aktiv, ging häufig in die offensiven Räume. Vergleichsweise blass blieb Matondo. Durch die Mikrofone war sogar zu hören, wie ein gegnerischer Verteidiger darüber sprach, wie einfach der Waliser durch seine immer gleichen Aktionen eigentlich zu verteidigen sei.

In den zweiten 45 Minuten folgten noch drei weitere Treffer: Mendyl traf zum 6:0, Kutucu erzielte das siebte und Thiaw das letzte Tor zum abschließenden 8:0-Erfolg. Wichtig ist natürlich die Einordnung sowohl der Leistung, als auch des Ergebnisses. Der Fokus sollte auf einzelnen Beobachtungen liegen.

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