FC Schalke 04

Schalkes Stürmerliste für die 2. Liga - Terodde als Wunschkandidat

Yannik Möller
Simon Terodde wäre einem S04-Wechsel wohl nicht abgeneigt
Simon Terodde wäre einem S04-Wechsel wohl nicht abgeneigt / Simon Hofmann/Getty Images
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Auch wenn der Saison-Endspurt noch läuft, so müssen die Planungen für die nächste Spielzeit bereits vorangetrieben werden. Für Schalke heißt das: Realität in der 2. Liga. Dafür soll es vor allem einen Knipser im Sturm geben - drei Kandidaten werden gehandelt.


Sie ist seit Jahren das sportlich gesehen größte Problem bei Schalke 04: die Offensive. Der Klub schießt viel zu wenig Tore, als dass man zumindest über zwei, drei Jahre eine konstante Rolle in der Bundesliga spielen kann. Das liegt zwar einerseits an der fehlenden Kreativität in der Offensive - es gibt größtenteils schlichtweg kaum Torchancen. Andererseits braucht es aber auch einen richtigen Knipser, der - genau deshalb - möglichst effizient ist.

Kein Wunder also, dass die Stürmersuche laut der Sport Bild im Fokus bei S04 steht. Für die Mission Wiederaufstieg wird man zweifelsohne einen sehr guten Angriff benötigen. Die Task-Force Kaderplanung, bestehend aus Interims-Sportvorstand Peter Knäbel, U19-Coach Norbert Elgert und Matthias Schober (Sportliche Leitung U-Teams) kümmert sich darum. Schließlich gibt es noch immer keinen richtigen Sportvorstand und keinen Sportdirektor.

Das Trio soll dem Bericht zufolge drei Kandidaten ins Auge gefasst haben. Der erste und gleichzeitig der Wunschkandidat ist - wer sollte es auch anders sein - Simon Terodde, dessen Verbleib beim HSV längst nicht gesichert ist. Über die letzten Jahre hat sich bewahrheitet: Wer in der 2. Bundesliga erfolgreich sein will, sollte auf den heute 33-Jährigen bauen.

In dieser Saison konnte er für den HSV bereits 20 Tore und vier Vorlagen in 25 Einsätzen erzielen. In seiner vorherigen Zweitliga-Saison beim 1. FC Köln (2018-19) waren es am Ende 29 Treffer und fünf Assists bei 33 Einsätzen. Davor (2016-17) erzielte er im Unterhaus 25 Tore für den VfB Stuttgart.

In der Bundesliga war er, immer mal wieder zwischendurch, längst nicht so erfolgreich.

Simon Terodde
Auch die Kölner schoss Simon Terodde fast im Alleingang zum Aufstieg / Thomas Eisenhuth/Getty Images

Zwei ganz wichtige Pluspunkte für Schalke: Terodde wäre einem Wechsel offenbar nicht abgeneigt. Dazu läuft sein Vertrag in Hamburg zum Saisonende aus, wodurch er ablösefrei wechseln kann. Natürlich gibt es aber auch einen Haken. Und zwar wäre sein Jahresgehalt von derzeit ca. einer Million Euro für Königsblau ein Paket, das womöglich nicht zu stemmen wäre.

Denkbar wäre eine kleine aber feine Reduzierung, sollte der gebürtige Bocholter diesen Schritt mitgehen, oder eine Kopplung mancher Zahlungen an Erfolge. Dann müsste S04 nur viel zahlen, wenn gleichzeitig viele Tore fallen - eine Win-win-Situation.

Auch Dursun und Karaman sind Kandidaten auf Schalke

Der zweite Kandidat soll Serdar Dursun sein. Seit 2018 läuft er für Darmstadt 98 auf, spielte zuvor schon zwei Jahre bei Greuther Fürth. Auch er kann also auf Erfahrung in der Liga bauen. Neben seinen Tor-Statistiken (15 Tore plus sechs Vorlagen in 25 Einsätzen) auch interessant: Unter Dimitrios Grammozis war er in Darmstadt eigentlich immer der Zielspieler, um den sich der eigene Matchplan drehte.

Dursun wurde gesucht, bestenfalls gefunden - was er dann mit Treffern und Assists belohnt hat. Gut möglich also, dass Grammozis - sollte er zur nächsten Saison wie geplant noch an Bord sein - seinen Zielspieler auch auf Schalke sehen möchte. Der 29-Jährige wäre wohl auch deutlich kostengünstiger als Terodde, sein Vertrag bei den Lilien läuft ebenfalls aus.

Serdar Dursun
Für Darmstadt darf Serdar Dursun regelmäßig jubeln / Stuart Franklin/Getty Images

Der Dritte im Bunde heißt Kenan Karaman. Auch er hat schon einige Jahre in Liga zwei auf dem Buckel. Er würde derzeit zwar nicht die beeindruckenden Statistiken bieten können wie die beiden zuvor genannten Stürmer (mit sieben Treffern), dafür aber ein etwas anderes Spielerprofil. Er wäre eher ein mitspielender Mittelstürmer als lediglich der Abnehmer für Vorlagen und Flanken. Auch der Angreifer von Fortuna Düsseldorf hat einen auslaufendes Arbeitspapier.

So sollen der Sport Bild nach diese drei Sturm-Optionen derzeit heiß gehandelt werden in Gelsenkirchen. Knäbel, noch als "Gesamtverantwortlicher Sport" unterwegs, erklärt (via Bild): "Einerseits müssen wir sportlich die 2. Liga mit ihren Besonderheiten annehmen. Andererseits muss unabhängig davon die Qualität der Mannschaft stimmen, um sich im oberen Bereich der Tabelle festzusetzen – und zwar berechtigt." Aufgrund der Tabelle muss dieses Szenario geplant werden, was er als einen "Balanceakt" bezeichnete.

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