FC Schalke 04

Schröder plant weitere S04-Transfers: 'Salary-Cap' und andere Probleme

Yannik Möller
Rouven Schröder
Rouven Schröder / Christof Koepsel/GettyImages
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Schalke 04 hat bereits mehrere Neuzugänge und Abgänge in diesem Sommer zu verzeichnen. In der heißen Phase des Transfer-Zeitraums gibt es aber noch immer wichtige Baustellen - auf beiden Seiten. Rouven Schröder hat dafür nur begrenzte Spielräume.


Mehrere Neuverpflichtungen auf der einen Seite, verschiedene Abgänge auf der anderen: Schalke ist wieder aktiv in diesen Transfer-Sommer gestartet. Nach einer kurzen Verzögerung, die vermutlich mit der dann doch länger andauernden Trainersuche zusammenhing, konnte zuletzt gut vorgelegt werden.

Doch trotz des Fortschritts gibt es noch immer mehr als genügend Baustellen. In der Offensive soll es noch für die Außenbahn Verstärkung geben, im zentralen Mittelfeld könnte nochmal nach Optionen geguckt werden und in der Abwehr braucht es noch mindestens einen Rechts- und einen Innenverteidiger.

Kabak- und Harit-Verkauf: "Kann relativ schnell gehen"

Gleichzeitig sollen weitere Spieler gehen. Allen voran und so zeitnah wie möglich gilt das für Ozan Kabak und Amine Harit. "Es kann relativ schnell gehen - aber einfach ist das nicht", erklärte Rouven Schröder beim Trainingsauftakt am Mittwoch dazu (via WAZ).

Beide stehen ab dem 1. Juli wieder bei S04 unter Vertrag - und damit auch auf der Gehaltsliste. Selbst die ein, womöglich zwei Monate, die sie zwischenzeitlich da sein könnten, sind im Bezug auf die Kosten nicht zu unterschätzen. Deshalb, und um möglichst selbst noch Handlungsspielraum zu haben, sollen sie so früh wie möglich verkauft werden.

Amine Harit
Amine Harit könnte bei Marseille bleiben / John Berry/GettyImages

Das könnte sich aber noch ziehen, eventuell bis in den späten August hinein. Ist das der Fall, werden sie bis dahin aber normal mittrainieren. Schröder: "Wir werden keine Art von Grüppchenbildung zulassen."

Ein Verbleib von Kabak und Harit, sollte kein passendes Angebot kommen, ist kein Thema. Die Gehaltskosten kann Königsblau schlichtweg nicht stemmen. Doch selbst die anvisierten Einnahmen werden längst nicht eins zu eins ins Budget übergehen. Teilweise sind die Millionen bereits verplant.

Transfer-Planung mit Hindernissen: Kleine Spielräume effizient ausnutzen

Apropos Gehaltskosten: Das Budget von etwa 37 Millionen Euro, mit dem Schalke plant und das Finanz-Chefin Christina Rühl-Hamers freigegeben hat, setzt dem Sportdirektor selbstverständlich auch Grenzen. Er muss es stets im Blick behalten und kann auch nicht für einen gewissen Zeitrahmen über dieses Maximalvolumen hinausgehen.

Schröder vergleicht diesen Deckel gerne mit dem 'Salary-Cap' in der NFL. Dort gilt er für die Teams beim American Football in einer grob ähnlichen Weise. Eine gewisse Gehaltsobergrenze darf nicht überschritten werden.

"Es ist ein Vabanque-Spiel", so Schröder. "Wenn einer zusagt, dann ist ein Pflock gesetzt - dann weiß ich aber, dass für andere weniger da ist."

"Natürlich möchten wir die Achse gut besetzen. Wir sind in Gesprächen", antwortete er auf eine Nachfrage bezüglich der Innenverteidigung. Zu erwarten ist, dass Malick Thiaw auch noch verkauft wird. Für ihn gibt es in der Serie A ein großes Interesse, verriet der Sportdirektor zuletzt in der Sportbild.

Die Bild führte am Donnerstagmorgen aus: Neben AC Milan sollen auch der FC Turin und FC Bologna Interesse zeigen. Dazu wird gemutmaßt, dass sich S04 - im Falle eines Transfers - Hoffnungen auf etwa acht Millionen Euro an Ablöse machen könnte.


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