FC Schalke 04

Schalke-Noten zur Saison 21/22: Die Defensive in der Einzelkritik

Yannik Möller
Marcin Kaminski und Ko Itakura
Marcin Kaminski und Ko Itakura / Koji Watanabe/GettyImages
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Der FC Schalke hat die Mission Wiederaufstieg erfolgreich abgeschlossen und darf sich sogar über den Gewinn der Zweitliga-Meisterschaft freuen. 90min schaut, wie sich die königsblauen Spieler in der Saison geschlagen haben.

Los geht es mit den Defensiv-Akteuren:

Tor

1. Michael Langer

Holstein Kiel v FC Schalke 04 - Second Bundesliga
Michael Langer / Selim Sudheimer/GettyImages

Langer stand lediglich in den ersten beiden Spielen als Ersatz für Fährmann auf dem Platz. Den Rest der Saison saß er auf der Bank oder aufgrund eines Kreuzbandrisses bereits ab dem frühen Herbst auf der Tribüne.
Ohne Wertung.

2. Ralf Fährmann

Ralf Faehrmann
Ralf Fährmann / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Als Nummer eins in die Saison gestartet, absolvierte er am siebten Spieltag seinen letzten Liga-Einsatz in dieser Spielzeit. Beim Aus im DFB-Pokal stand er ebenfalls noch einmal zwischen den Pfosten. In seinen Partien überzeugte er vor allem spielerisch nicht, leistete sich darüber hinaus aber vergleichsweise wenige Fehler.
Bewertung 5/10

3. Martin Fraisl

Martin Fraisl
Martin Fraisl / Jörg Halisch/GettyImages

Fraisl kam im Sommer mit der selbstbewussten Ansage, nicht auf der Bank sitzen zu wollen. Bereits zum achten Spieltag erfüllte sich sein Ziel. Für die restliche Saison war er die unumstrittene Nummer eins des S04. Meistens zeigte er sich souverän und sicher, vereitelte auch einige klare Torchancen der Gegner. Gerade in der Rückrunde aber auch mit vermehrten Unsicherheiten und groben Fehler.
Bewertung 7/10


Rechtsverteidigung

4. Mehmet Aydin

Mehmet Can Aydin
Mehmet Aydin / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Es war die erste richtige Profi-Saison des 20-Jährigen. Gegenüber Ranftl konnte sich Aydin frühzeitig durchsetzen und mit seiner unbekümmerten Art für Fan-Freude sorgen. Insgesamt jedoch mit recht wenig Einfluss auf das Spiel - wenig überraschend. Einige Spiele mit Oberschenkelverletzung verpasst. Dafür bleibt sein Skorpion-Kick-Tor in Erinnerung.
Bewertung 6/10

5. Henning Matriciani

Simon Terodde, Henning Matriciani
Henning Matriciani / Thomas Eisenhuth/GettyImages

Matriciani stand zwar schon in der Hinrunde oft im Kader, doch die allermeisten seiner elf Liga-Einsätze hatte er in der Rückrunde zu verzeichnen. Dass er als eigentlicher Innenverteidiger oftmals auf rechts aushelfen musste, hat ihm nicht geholfen - trotzdem wurde deutlich, dass er nicht das Zeug für die 2. Liga hat.
Bewertung 4/10

6. Reinhold Ranftl

Reinhold Ranftl
Reinhold Ranftl / Martin Rose/GettyImages

Die wohl größte Enttäuschung der Saison, gemessen an der Kaderplanung. Ranftl sollte die wichtige Personalie auf der rechten Seite werden, so wie Ouwejan es auf links war. Stattdessen konnte er in keinem einzigen Spiel wirklich überzeugen. Häufige Fehler, keinerlei Gefahr durch die erhofften Flanken und später mit notwendiger Auszeit.
Bewertung 2/10

7. Andreas Vindheim

Andreas Vindheim
Andreas Vindheim / Joosep Martinson/GettyImages

Ins erste Spiel startete Vindheim mit viel Elan und einer sehr guten Leistung. Einen Treffer und eine Vorlage erzielte er direkt, dazu noch zwei Pre-Assists. Anschließend folgte direkt eine monatelange Verletzungspause. Über die letzten vier Partien dann eher Mitläufer als Leistungsträger.
Bewertung 6/10

Linksverteidigung

8. Thomas Ouwejan

Thomas Ouwejan
Thomas Ouwejan / Stuart Franklin/GettyImages

Zweifelsohne einer der wichtigsten Schalker für den Aufstieg. Auch wenn er neben seinen drei eigenen Treffern schlussendlich 'nur' acht direkte Vorlagen zu verzeichnen hatte, so war auch sein spielerischer Input nicht zu unterschätzen. Zum Saisonende hatte auch er mit Problemen zu kämpfen, sodass er sechs Partien verpasste. Allein seine Standard-Stärke brachte viel Gefahr und Entlastung.
Bewertung 9/10

9. Kerim Calhanoglu

Kerim Calhanoglu
Kerim Calhanoglu / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Calhanoglu sprang in den Spielen ein, in denen Ouwejan ausfiel. Insgesamt kam er zwar nur auf elf Einsätze, doch gab es davon alleine sieben Startelf-Nominierungen im wichtigen Saisonendspurt. Seine Aufgaben erledigte er solide - nicht mehr, nicht weniger. Dass er den Niederländer nicht völlig ersetzen konnte, liegt auf der Hand.
Bewertung 6/10

Innenverteidigung

10. Dries Wouters

Dries Wouters
Dries Wouters / BSR Agency/GettyImages

Wouters stand lediglich dreimal für Schalke auf dem Platz, konnte dabei auch nie überzeugen. Bereits im Winter erfolgte eine Leihe. Die Rückrunde verbrachte er bei KV Mechelen.
Daher ohne Wertung.

11. Timo Becker

Timo Becker
Timo Becker / Christof Koepsel/GettyImages

Vom häufig gesetzten Stammspieler zum Bankdrücker: Gerade einmal 120 Minuten stand Becker wettbewerbsübergreifend (!) für S04 auf dem Platz. Im Winter wechselte er leihweise zu Hansa Rostock, wo er jede einzelne Liga-Partie absolvierte.
Ohne Wertung.

12. Malick Thiaw

Malick Thiaw
Malick Thiaw / Thomas Eisenhuth/GettyImages

Thiaw mag vielleicht wie ein Routinier aufspielen, doch ist er noch immer ein sehr junger Nachwuchsspieler. Der 20-Jährige absolvierte 28 Spiele direkt aus der Startelf heraus. Solange er fit war, war er eigentlich auch immer gesetzt. Stets mit starken Zweikampfquoten unterwegs, sorgte er für die defensive Stabilität. Im Spiel nach vorne hin und wieder mit gefährlichen Fehlpässen.
Bewertung 8/10

13. Marcin Kaminski

Marcin Kaminski
Marcin Kaminski / Christof Koepsel/GettyImages

Nur wenige Schalker wurden in dieser Saison so sehr unterschätzt, wie es bei Kaminski der Fall war. Er hat nie die auffälligsten Spiele bestritten, hat seinen Job jedoch immer sehr souverän erledigt. Den ein oder anderen Stellungsfehler oder sein fehlendes Tempo glich er an anderen Stellen mit seiner Erfahrung aus. Auch einige Pre-Assists durch gute Hereingaben in den Strafraum gehen auf sein Konto.
Bewertung 8/10

14. Salif Sané

Salif Sane
Salif Sané / Christof Koepsel/GettyImages

Den Saisonanfang verpasste Sané noch wegen seiner Knieprobleme, in den letzten Partien fand er - auch aufgrund von Trainingsleistungen - nicht mehr zurück auf den Platz. Wenn er gespielt hat, konnte er das Fehlen anderer Innenverteidiger gut kaschieren. Herausgeragt hat er aber nur mit seiner Größe.
Bewertung 5/10

15. Marius Lode

Marius Lode
Marius Lode / Thomas Eisenhuth/GettyImages

Lode kam erst im Winter und gilt vor allem als Perspektiv-Transfer für die nächste Saison. Entsprechend schwer war es für ihn, sich in die gesetzte Innenverteidigung zu drängen. Nur sechsmal konnte er aufspielen, darunter zweimal als Rechtsverteidiger-Ersatz. Insgesamt konnte er sich aber zu wenig zeigen, deshalb ohne Wertung.

16. Ko Itakura

Ko Itakura
Ko Itakura / Selim Sudheimer/GettyImages

Itakura kam zwar mit etwas Verspätung in Gelsenkirchen an, überzeugte jedoch direkt mit seinem ersten Auftritt. Dieser erste Einsatz war zugleich der einzige, bei dem er nicht direkt in der ersten Elf stand. Sowohl in der Innenverteidigung, als auch im defensiven Mittelfeld: Der Japaner wusste mit Zweikampfstärke und einer guten Spieleröffnung zu überzeugen. Zudem konnte er sogar vier Tore erzielen - ein sehr sehenswertes gegen Heidenheim.
Bewertung 9/10


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