90min
FC Schalke 04

Schalke Topelf: Die besten Optionen für S04-Coach Grammozis im Überblick

Yannik Möller
Dimitrios Grammozis hat einen guten Kader zur Verfügung
Dimitrios Grammozis hat einen guten Kader zur Verfügung / BSR Agency/Getty Images
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Nach den zahlreiche Bewegungen innerhalb des Schalke-Kaders, steht seit einer Woche die Mannschaft fest, mit der Dimitrios Grammozis die Mission Wiederaufstieg bewältigen soll. Möglichkeiten ergeben sich mit dem vorhandenen Personal für den S04-Coach zuhauf.


Die teilweise schwindelerregende Umstellung des Kaders von Schalke 04 hat mittlerweile ein Ende genommen. Rouven Schröder hat es geschafft, eine für die 2. Bundesliga sehr ordentliche Mannschaft zusammenzustellen. Und das trotz so mancher bekannter Baustellen.

Damit ergeben sich für Dimitrios Grammozis auch andere Optionen für seine Aufstellung, als noch vor ein paar Wochen. 90min blickt auf Möglichkeiten, mit welcher Startelf Königsblau in den nächsten Wochen auflaufen könnte.


Variante 1: Grammozis' Dreierkette mit dem bisher besten Personal

In der Regel wählt Grammozis das 3-5-2 als Ausgangslage. Im Tor bleibt Ralf Fährmann. Weder Michael Langer noch Martin Fraisl sind große Konkurrenz. Doch schon in der Innenverteidigung gibt es mit Ko Itakura eine neue, gute Option. Der Japaner dürfte künftig als Stammspieler den zentralen Abwehrspieler geben. Neben ihm haben Malick Thiaw und Marcin Kaminski die besten Karten.

Auf der linken Außenseite ist Thomas Ouwejan gesetzt. Der Niederländer konnte bisher völlig überzeugen. Auf rechts gibt es Redebedarf: Reinhold Ranftl konnte sich bisher gar nicht durchsetzen. Durch Mehmet-Can Aydin rückte auch Timo Becker in den Hintergrund. Für Grammozis scheint auch Darko Churlinov eine Option zu sein.

Reinhold Ranftl
Reinhold Ranftl muss sich noch weiter beweisen / Thomas Eisenhuth/Getty Images

Im defensiven Mittelfeld wäre Florian Flick der spielstärkste Spieler. In der Abwehr konnte er nicht glänzen, auf der Sechs hingegen hat er eine ganz andere Rolle. Victor Palsson tritt eher als Abräumer, als mit feinem Füßchen auf. Durch die Verbindung zum Trainer unwahrscheinlich, doch dahingehend könnte er auf die Bank rutschen.

Vor dem Sechser müsste Rodrigo Zalazar gesetzt sein. Daneben bietet sich Dominick Drexler weiterhin an. Mit der Rückkehr von Kapitän Danny Latza dürfte Letzterer aber am ehesten Platz machen. Im Doppel-Sturm führt nichts am Duo Simon Terodde und Marius Bülter vorbei.

Die Aufstellung im Überblick

Im 3-5-2: Fährmann - Thiaw, Itakura, Kaminski - Churlinov, Flick, Ouwejan - Zalazar, Latza - Bülter, Terodde


Variante 2: Dreierkette mit Alternativen

In der ersten Aufstellung sind keineswegs alle Personalien in Stein gemeißelt. Die Rolle des rechten Außenverteidigers ist dafür das beste Beispiel. Becker kennt diese Position aus der Vorsaison, Ranftl sollte eigentlich der Stammspieler werden und Aydin hat sie in den letzten Wochen bereits mehrmals gespielt.

Churlinov, eigentlich offensiver Flügelspieler, war dafür nicht angedacht. Das hatte auch Sportdirektor Schröder zu seiner Leihe erklärt. Dennoch stellte Grammozis ihn dort auf. Aufgrund des dabei guten Eindrucks bleibt der 21-Jährige dafür die vorerst wahrscheinlichste Option. Über kurz oder lang hingegen wird Ranftl in diese Rolle wachsen müssen. Seine Verpflichtung wird man nicht außer Acht lassen.

Darko Churlinov, Shinta Appelkamp
Darko Churlinov absolvierte ein gutes Startelf-Debüt / Frederic Scheidemann/Getty Images

Ebenso ist von einer Stammrolle von Palsson auszugehen. So wenig er spielerisch auch überzeugen mag - darauf wird im defensiven Mittelfeld weniger Wert gelegt. Dementsprechend ist der Isländer die erste Wahl des Trainers.

Auch im offensiven Mittelfeld gibt es weitere Möglichkeiten. Schafft Zalazar nicht den großen Durchbruch, könnte er hin und wieder durch Drexler (falls Latza einrückt) oder auch durch Blendi Idrizi ersetzt werden. Letzter fällt zwar vorerst verletzt aus - doch hat er gezeigt, dass er einer der ersten Spieler ist, die auf dieser Position einrücken können.

Die alternative Aufstellung

Fährmann - Thiaw, Itakura, Kaminski - Ranftl, Palsson, Ouwejan - Latza, Drexler(/Idrizi) - Bülter, Terodde


Variante 3: Umstellung auf Viererkette und offensive Flügel

Inzwischen ist der Kader so aufgebaut, dass ohne größere Probleme auch mit der Viererkette und offensivem Flügelspiel aufgelaufen werden könnte. Thiaw und Itakura könnten die Innenverteidigung bilden. Ouwejan ist - wie gegen Aue bereits gezeigt - auch als klassischer Linksverteidiger zuverlässig. Rechts bliebe Becker eine Option. Fraglich wäre, wie Aydin oder Ranftl diese konservativere Herangehensweise umsetzen könnten.

Auch in diesem Fall könnte Flick das defensive Mittelfeld übernehmen. Ein abstrakter Gedanke: Kaminski rückt für Itakura in die Innenverteidigung - der Japaner dafür auf die Sechs. Er hat ein sehr spielstarkes Profil. Ein Versuch wäre es wohl wert.

Kou Itakura
Ko Itakura wäre auch im defensiven Mittelfeld eine Option / Frederic Scheidemann/Getty Images

Zalazar und Latza, alternativ Drexler wären für die Achter- beziehungsweise halben Zehner-Rollen geeignet. Sie können die Verbindung zwischen Abwehr und Offensive bieten und selbst aktiv werden. Dafür sind sie alle spielerisch kreativ genug.

Mit Bülter und Churlinov gibt es nun auch zwei Flügelspieler in der Mannschaft. Aydin wäre auch eine Option, da er eigentlich sowieso eher offensiv zu Hause ist. Terodde bliebe als Mittelstürmer erhalten. Womöglich würde er mit einer solchen Herangehensweise auch noch mehr Torchancen aufgelegt bekommen. Immerhin wäre Schalke so nochmal einen Schritt weniger ausrechenbar.

Die Aufstellung im Überblick:

Im 4-3-3: Fährmann - Becker, Thiaw, Itakura, Ouwejan - Flick, Zalazar, Latza (Drexler) - Churlinov, Bülter, Terodde

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