Schalke mit mehreren Trennungen: Wilmots gesteht Fehler im Ablauf ein

Der FC Schalke erntete Kritik für die Art und Weise, wie kurzfristig manchen Spielern zum Saisonende noch ein Wechsel ans Herz gelegt wurde. Marc Wilmots gestand rückblickend Fehler ein.
Marc Wilmots
Marc Wilmots / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Auch in diesem Sommer muss beim FC Schalke ein großer Umbruch im Kader bewältigt werden. Wie immer gehören nicht nur Neuzugänge dazu, sondern auch Abgänge. Und dabei wiederum geht es eben nicht nur um Verkäufe von Spielern, die man gerne gehalten hätte, sondern auch um Spieler, die man ganz bewusst abgeben und auf die man nicht mehr setzen möchte.

Letzteres gilt unter anderem für Henning Matriciani, Tobias Mohr und Lino Tempelmann. Diesem Trio wurde aber erst zum Abschied, am Montag der vergangenen Woche, mitgeteilt, dass beim S04 nicht mehr mit ihnen geplant wird. Diese Art und Weise hatte verschiedenen Berichten zufolge für Unmut und Kritik gesorgt.

Wilmots: Schalke möchte einen "gezielten Cut"

"Wir wollten es den Spielern vor der Sommerpause unbedingt noch persönlich sagen, aber vor dem Spiel in Fürth war dafür keine Zeit, alles ging sehr schnell", erklärte Marc Wilmots gegenüber der WAZ den gewählten Zeitpunkt. Dabei gestand er ein: "Der Zeitpunkt am Montag war nicht der richtige, das gebe ich zu."

Es habe aber "leider keine andere Lösung" mehr gegeben, diesen Sachverhalt noch vor dem Urlaub der Spieler zu klären. Ansonsten hätten sie erst anschließend und somit noch später mitgeteilt bekommen, dass sie Schalke besser verlassen sollten. "Trotz ihrer Verträge spielen sie in den Planungen für nächste Saison keine Rolle, diese Transparenz war uns wichtig", machte Wilmots deutlich.

Diesen Frust hatte es aber nicht nur rund um das Spieler-Trio gegeben. Auch der Ablauf der Trennungen von Mitarbeitern aus dem Physio- oder auch Trainerteam, wie etwa von Mike Büskens oder Simon Henzler, sorgte für Unverständnis. Unabhängig davon, ob die Entscheidungen richtig oder falsch sind.

"Das Timing war nicht gut", gab sich Wilmots auch dahingehend selbstkritisch. Den Entschluss als solchen verteidigte er allerdings: "Wir wollen einen gezielten Cut machen, um mit frischem Personal einen Neuanfang auf und neben dem Platz zu starten. Wir wissen, dass wir auch gute Leute verlieren. Uns ist es bewusst, dass wir ins Risiko gehen - aber wir sehen vor allem die Chance."


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