Latza nicht mehr unangefochten: Reis macht die Kapitäns-Frage auf

Yannik Möller
Danny Latza im Duell mit Kingsley Coman
Danny Latza im Duell mit Kingsley Coman / BSR Agency/GettyImages
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Seit nun etwa anderthalb Jahren ist Danny Latza der Kapitän von Schalke 04 - auch wenn er eher selten in der Startelf steht. Unter Thomas Reis wird sich diese Machtstellung aber ein wenig aufweichen.


Frank Kramer entschied sich im Sommer ganz bewusst dafür, dass Danny Latza weiterhin als Kapitän im Amt bleibt. Wohlwissend, dass er wohl kaum zum Stammpersonal zählen und somit nur selten in der Startelf stehen würde, beließ er es bei der Personalie. Vermutlich auch deshalb, weil der Ex-Coach keinerlei Unruhen in der Mannschaft und gegen sich haben wollte.

Wirklich oft hat Latza seine blau-weißen Teamkollegen aber nicht auf den Platz geführt, dafür dass er das Amt seit nun anderthalb Jahren inne hat. Das liegt zum einen an so mancher Ausfallzeit und zum anderen an seinem Bankplatz, den er häufiger besetzt, als dass er von Beginn an aufspielen darf. Das hatte sich bislang auch unter der Regie von Thomas Reis nicht geändert.

Unter ihm wird Latza aber nicht mehr der unangefochtene Kapitän bleiben. Zwar wird Reis ihm die Binde nicht per se abnehmen, sie aber durchaus auch häufiger am Arm eines anderen Spielers lassen, obwohl er womöglich in der Startelf steht.

Marcus Thuram, Danny Latza
Latza gegen Marcus Thuram / BSR Agency/GettyImages

Reis weicht die Schalke-Hierarchie anhand der Kapitänsbinde etwas auf

Gegenüber dem kicker erklärte der Trainer diese Entscheidung: "Ich mache kein Geheimnis daraus, dass es für mich gar nicht so entscheidend ist, wer die Binde am Arm trägt. Wichtig ist, dass jeder Einzelne seine Führungsaufgaben erledigt."

Ob mit Binde oder ohne: Latza wird ein wichtiger Führungsspieler bleiben. Allerdings wird er hier und da damit umgehen müssen, dass auch Teamkollegen diesen Posten übernehmen.

In der Realität ändert sich damit nicht allzu viel. Simon Terodde etwa agierte schon häufiger als Spielführer. Das wird er nun vermehrt auch dann tun, wenn der gebürtige Gelsenkirchener aufspielt.

"Das regeln die beiden untereinander", so Reis vielsagend. Er legt viel Wert darauf, dass seine Führungsspieler vorweg gehen - und sieht keine allzu große Bedeutung in dem Stück Stoff.


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