FC Schalke 04

Schalker Dauerthema: Kramer lässt Kapitäns-Frage noch offen

Yannik Möller
Frank Kramer
Frank Kramer / Christof Koepsel/GettyImages
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Die Kapitäns-Frage ist bei Schalke 04 zwar ein untergeordnetes, aber immer wieder aufkommendes und nicht zu unterschätzendes Thema. Frank Kramer möchte auf sie noch keine Antwort geben.


Seit Jahren ist die Rolle des Kapitäns auf Schalke eine Angelegenheit, die immer wieder aufkommt.

Blickt man auf die letzten Jahre zurück, so wird klar, dass es dabei keinerlei Konstanz gab: Benedikt Höwedes wurde trotz seiner Rolle von Domenico Tedesco auf die Bank gesetzt und dadurch entmachtet. Ralf Fährmann verlor seinen Status und damit die Führungsrolle. Alexander Nübel wurde sie im Sinne des anvisierten Verbleibs zugesprochen.

In der letzten Saison war Danny Latza der Captain. Doch trug er die Binde nur sehr selten, da er häufig verletzt ausfiel. Intern hat er zwar weiterhin ein beachtliches Standing in der Mannschaft, doch wird dieses Standing durch einen neuen Trainer und weitere Veränderungen im Team hinterfragt.

Kramer möchte Kapitäns-Frage nicht voreilig beantworten: "Bin doch gerade erst angekommen"

Frank Kramer, der am Mittwoch seine erste Einheit als S04-Coach leitete, wollte sich zur Kapitäns-Frage noch nicht konkret äußern. "Ich bin doch gerade erst angekommen und will die Jungs erst einmal gut kennenlernen, schauen, wie die Hierarchie innerhalb der Mannschaft ist", nahm er sich etwas Bedenkzeit vor (via WAZ).

Einen voreiligen Entschluss wird es unter ihm als Trainer nicht geben. Viel eher wird er die ein oder andere Woche abwarten, um ein Gefühl für die Strukturen innerhalb des Teams zu bekommen.

Danny Latza, Frank Kramer
Danny Latza und Frank Kramer im Gespräch / Christof Koepsel/GettyImages

Für ihn wichtig: Er selbst möchte sich ein Bild machen, sich nicht auf Berichte anderer verlassen. Seine Begründung: "Es geht darum, ein Gefühl für die Mannschaft zu entwickeln und zu sehen, wer bereit ist, Verantwortung zu tragen."

Sollte es bei den bisherigen Strukturen und Hierarchien bleiben, sodass sich etwa Latza als Führungsspieler etablieren kann, wäre das für ihn als Coach "auch super". Damit ist klar: Veränderung, nur um der Veränderung Willen, möchte er nicht angehen.

Dazu ließ er offen, wer und wie der neue Kapitän bestimmt wird. Manchmal trifft das Trainerteam die Entscheidung, manchmal wird innerhalb der Mannschaft gewählt. "Ich habe da schon alles durch", erklärte Kramer, der betonte: "Entscheidend ist einfach, dass es passt."

Latza wohl als Favorit - auch Terodde ein Kandidat

Latza gilt also weiterhin als Favorit auf das wichtige Amt. Allerdings gibt es auch so manche, vermutlich gut passende Alternative. Simon Terodde etwa, der das Team in der letzten Saison mehrmals anführte, gilt ebenso als respektierter Anführer.

Victor Palsson hingegen, der ebenfalls als Ersatz fungierte, dürfte es dahingehend schwer haben. Schließlich dürfte es fraglich sein, ob er in der neuen Saison überhaupt an die Rolle eines Stammspielers herankommen wird. Wenngleich die Rolle an sich keine Einsätze garantiert: Ein Kapitän sollte die meisten Spiele sicher nicht auf der Bank verbringen.


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