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Schalke-Hammer! Clemens Tönnies tritt bei S04 zurück

Clemens Toennies
Clemens Tönnies verlässt den FC Schalke | TF-Images/Getty Images

Die Ära von Clemens Tönnies beim FC Schalke ist beendet! Kurz nach einem Bericht der Bild haben die Knappen den Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden offiziell bestätigt. Demnach tritt der 64-Jährige mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern bei den Königsblauen zurück.

Tönnies stand beim FC Schalke bzw. bei den königsblauen Anhängern bereits seit mehreren Monaten in der Kritik. Da war zum Beispiel seine unbedachte, rassistische Aussage gegen Afrikaner, wegen der er im vergangenen Jahr drei Monate lang "suspendiert" wurde. Oder die Problematik einer möglichen Ausgliederung, die durch jahrelange finanzielle Misswirtschaft überhaupt erst zum Thema werden musste. Oder zuletzt der Hygiene-Skandal in seiner Schlachtfabrik in Rheda-Wiedenbrück, in der sich offenbar mehr als 2.000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. All diese Vorfälle warfen nicht nur ein schlechtes Licht auf Tönnies, sondern auch auf den S04, der darüber hinaus mit großen sportlichen Problemen zu kämpfen hatte und in dieser Spielzeit einfach nicht zur Ruhe kam.

Die Vorstände Alexander Jobst und Jochen Schneider äußerten sich auf der Vereinswebseite zum Rücktritt:

"Als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats hat Clemens Tönnies ganz entscheidenden Anteil daran, dass sich der FC Schalke 04 in den vergangenen 26 Jahren als eines der sportlichen und wirtschaftlichen Schwergewichte in der Bundesliga etabliert hat. Sein internationales Netzwerk, sein ausgeprägter Unternehmergeist und sein leidenschaftliches Engagement haben unseren Verein in besonderer Weise geformt. Clemens Tönnies stand für uns im Vorstand jederzeit als wertvoller Ratgeber und Ansprechpartner zur Verfügung. Wir wissen, wie schwer ihm diese Entscheidung gefallen ist, daher gebührt ihr unser höchster Respekt."

Dr. Jens Buchta, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats fügte hinzu: "Wir als Aufsichtsrat des FC Schalke 04 bedauern die Entscheidung von Clemens Tönnies sehr. Er hat das Gremium als Vorsitzender in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten mit seiner Mischung aus Bodenständigkeit und Dynamik geprägt, immer wieder war er der Motor, der wegweisende Prozesse angestoßen und federführend begleitet hat. Er wird mit seiner Erfahrung und Expertise in seiner Rolle als Aufsichtsratsvorsitzender schwer zu ersetzen sein."

In der vergangenen Woche erhöhten die Schalke-Ultras den Druck auf den Aufsichtsratsvorsitzenden, protestierten öffentlich mit Bannern gegen den 64-Jährigen und forderten seinen Rücktritt.

Druck auf Tönnies wurde zu groß

Nun ist jener Druck auf Tönnies zu groß geworden, weshalb er sich von allen Ämtern im Verein zurückziehen wird. Das berichtet die Bild um Alfred Draxler, der bekanntlich ein sehr enger Freund des Schalke-Bosses und somit ganz nah dran am Geschehen ist. Wer Tönnies' Nachfolge antreten wird, ist noch nicht geklärt.