FC Schalke 04

"Keine Angst vor ihnen": Schalke gibt sich vor dem Bayern-Duell mutig

Yannik Möller
Auch Alex Kral geht mutig ins Bayern-Spiel
Auch Alex Kral geht mutig ins Bayern-Spiel / Christof Koepsel/GettyImages
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Am Samstagabend muss Schalke 04 gegen einen zurzeit sehr formstarken FC Bayern bestehen. Doch statt bereits im Vorfeld die Segel zu streichen, geben sich die Gelsenkirchener nach dem wichtigen Sieg unter der Woche sogar mutig.


Keine Frage: Ein Sieg beflügelt, immer. Insbesondere ein verdienter, wenngleich erst zweiter Saisonsieg am 14. Spieltag vor dem heimischen Publikum setzt nochmal etwas Hoffnung und Kraft frei. So geschehen am Mittwochabend in der Veltins Arena, als sich Schalke mit 1:0 gegen Mainz 05 durchsetzen konnte.

Am Samstagabend folgt direkt das zweite Heimspiel innerhalb weniger Tage. Dann ist ausgerechnet der FC Bayern zu Gast.

Es wird enorm schwierig, diesen neu gewonnenen Mut direkt erneut in ein positives Ergebnis umzumünzen. Manch einer sagt, es ist schlichtweg nicht möglich.

Klar ist: Die Münchener sind derzeit sehr gut drauf. Damit sind nicht nur die neun Siege in Serie gemeint, mit der letzten Niederlage von Mitte September. Auch die Art und Weise der Auftritte ist überzeugend. Wenn die Offensiv-Maschinerie einmal ans Laufen kommt, ist sie kaum noch aufzuhalten.

"Alles ist möglich" - Schalke will das Spiel gegen die Bayern keineswegs abschenken

Und trotzdem gibt sich der Tabellenletzte vergleichsweise mutig. Schon im Vorfeld von einem übermächtigen Gegner zu sprechen und den Fokus auf eine möglichst schonende Niederlage legen? Das ist offenbar nicht geplant.

"Alles ist möglich", betonte Alex Kral am Mittwochabend (via WAZ). "Gegen die Bayern ist vor allem der Kopf wichtig. Die Bayern haben zwar große Qualität im Kader - aber wir müssen unbedingt zeigen, dass wir keine Angst vor ihnen haben."

Der Mittelfeld-Stratege rechnet sich auch gegen den FCB Chancen aus - wenngleich es bedeutend schwerer werden wird, als gegen Mainz.

Auch Marius Bülter stößt in das gleiche Horn. Allerdings erklärte er auch, dass es schon gute Umstände brauchen wird, um sich etwas ausmalen zu können: "Wir brauchen einen guten Tag, die Bayern einen schlechten. Dann ist etwas drin. Wir müssen von der Einstellung her genauso viel herausholen wie gegen Mainz."

Simon Terodde
Am Mittwoch durfte Schalke endlich wieder jubeln / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages

Mit Thomas Reis hat Schalke zumindest einen Trainer an der Seitenlinie, der die Mannen von Julian Nagelsmann in der Vorsaison besiegen konnte. Zum damaligen Zeitpunkt hatte auch niemand mit einem Sieg des VfL Bochum gerechnet.

"Da muss noch eine Schüppe mehr von uns kommen. Du musst alles investieren", stellte der Coach unmissverständlich klar. Die Zweikämpfe werden "genauso rigoros" angegangen werden müssen, wie es gegen Mainz der Fall war.

"Gegen die Bayern musst du noch besser stehen, darfst noch weniger Fehler machen. Momentan sind sie in einer blendenden Form. Wir müssen uns regenerieren und dann gucken wir mal, was dabei herauskommt", so Reis weiter. Eine kleine Hoffnung: Im letzten Spiel vor der WM könnte manch ein FCB-Profi nicht mehr die vollen 100 Prozent geben, um sich nicht noch zu verletzen.

Kral sieht zudem in den Fans einen positiven Aspekt und Mutmacher. "Die Fans haben endlich einmal ein gutes Gefühl, wenn sie schlafen gehen", erklärte er am Mittwoch, um zu ergänzen: "Am Samstag werden wir ihre Energie aber wieder spüren."


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