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Schalke mit drei Ansätzen für mehr Geld - Verzicht auf Watzke-Hilfe

Yannik Möller
FC Schalke 04
FC Schalke 04 / LEON KUEGELER/GettyImages
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Schalke 04 konnte den riesigen Schuldenberg zwar leicht abbauen, braucht aber noch immer viel Geld. Drei Ansätze stehen im Fokus, die finanziell für Entlastung sorgen sollen.


Am Dienstag veröffentliche Schalke die Geschäftszahlen für das vorige Kalenderjahr. Ein Jahr, das eine Hälfte im hoffnungslosen Abstiegskampf und die andere bereits in Liga zwei verbracht wurde - und das inmitten der Corona-Einschränkungen, ergo ohne Ticket-Einnahmen.

Und trotzdem gab es gute Nachrichten: Der große Schuldenberg konnte durch weitreichende Sparmaßnahmen etwas verkleinert werden, um 33,5 Millionen Euro auf nun 183,5 Millionen Euro. Ein wichtiges Zwischenziel für Königsblau.

Erreicht wurde dieser Schritt unter anderem durch den Verkauf der begehrten League-of-Legends-Lizenz und dem deutlich verringerten Etat der Profimannschaft.

Damit ist die Finanz-Lage aber natürlich längst nicht entspannt. So reicht es nicht, die Schulden weiter signifikant abzubauen. Immerhin muss der Klub auch handlungsfähig bleiben und in der Lage sein, ohne stark spürbare Einschränkungen durch das Tagesgeschäft zu kommen.

Da der Verein auf die von Hans-Joachim Watzke ins Spiel gebrachte Unterstützung verzichten und sich aus eigener Kraft weiterhin über Wasser halten möchte, braucht es wichtige Ansätze, um diesen Wunsch zu realisieren. Laut Bild stehen daher drei Aspekte im Fokus, die Finanz-Chefin Christina Rühl-Hamers besonders ins Auge fassen kann.

Sponsoring, Verkäufe, neue Anleihe: Schalke muss sich weiter sanieren

Der erste und aktuellste Punkt ist das Auffangen des Gazprom-Sponsorings. Mit neun Millionen Euro hat S04 sehr gutes Geld bekommen, der neue und zwischenzeitlich eingesprungene Wohnungsanbieter Vivawest zahlt nur etwa die Hälfte. Aber: "Mehrere potenzielle Geldgeber", so heißt es im Bericht, sollen sich gemeldet haben, um die Differenz zu schließen. So sei es "gut möglich", dass alsbald ein weiterer Deal verkündet wird.

Ein wichtiger Schritt, die nicht eingeplante Geld-Lücke möglichst zu schließen. Doch damit nicht genug: Auch wichtige Spielerverkäufe stehen auf dem Plan.

Dabei rücken Amine Harit und Ozan Kabak in den Fokus. Schon im letzten Sommer galten beide als die große Finanz-Hoffnung der Knappen. Schlussendlich gab es keine Käufer, sodass bei beiden eine Leihe und damit die Gehaltseinsparungen ausreichen mussten.

Amine Harit
Amine Harit überzeugte im letzten Spiel / John Berry/GettyImages

Dass sie bei Norwich City und Olympique Marseille fest verpflichtet werden, ist derzeit unwahrscheinlich. Für die Kaufpflicht müsste Norwich die Klasse halten, wonach es zurzeit nicht aussieht. Harit hat in Frankreich bislang eher wenig gespielt, er wird vorerst zurückkehren. Im Sommer wird dann versucht beide endgültig abzugeben.

Als dritter Ansatz wird zeitnah eine weitere Anleihe kommen. Sie soll ein Volumen von ca. 34 Millionen Euro haben, während Schalke laut Bild auf zehn bis 15 Millionen Euro hofft.


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