Büskens "treffen" die Diskussionen um ihn: "Das wühlt mich auf"

Yannik Möller
Mike Büskens
Mike Büskens / Christof Koepsel/GettyImages
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Im Jahr 2022 wurde bei Schalke 04 sehr viel über Mike Büskens diskutiert. Rund um den Aufstieg und die von ihm zu verantwortende Glanzleistung, aber auch über seine Rolle bei so mancher Trainer-Entscheidung und seine Funktion. All das habe ihn sehr aufgewühlt und getroffen, wie er erklärte.


Auf der einen Seite wird das Schalker Kalenderjahr 2022 auf ewig mit der Rückkehr in die Bundesliga und somit automatisch auch mit Mike Büskens verbunden sein. Immerhin hat er es nach dem überfälligen Aus von Dimitrios Grammozis geschafft, diesen Erfolg durch einen grandiosen Schlusssprint zu erreichen.

Auf der anderen Seite wird seine Rolle rund um die zwei Trainer-Entlassungen durchaus kritisch gesehen, ebenso seine vermeintliche Vormachtstellung, über die insbesondere seit der Sommerpause diskutiert wurde.

Büskens sieht "ein Schalke-typisches Jahr" - Debatten um seine Person haben ihn getroffen

Es ist nicht nur ein sehr bewegtes 2022 für Königsblau allgemein, sondern auch für Büskens gewesen. Oder wie er es nun gegenüber der WAZ formulierte: "Es war einfach ein Schalke-typisches Jahr." Immer wieder sind es die Extreme, die diesen Verein so bewegen und spannend machen.

Die Debatten rund um seine Rolle bei den Knappen hat ihn aber ermüdet, wie er zugeben musste. Und das ging bereits mit dem erreichten Aufstieg los: "Ich kann mich noch an eine Medienrunde am Abend des Aufstiegs erinnern. Da kam schon die Frage: Wird es jetzt nicht schwer für jemanden, der nach Ihnen kommt? Ich habe immer meine Position dargestellt."

"Das, was danach passiert ist, und in welcher Art und Weise, das trifft mich. Das wühlt mich immer noch auf", so der 54-Jährige weiter.

Mike Buskens
Büskens und Co. konnten den Aufstieg mitsamt Meisterschale feiern / Alexander Hassenstein/GettyImages

Dass er beispielsweise Grammozis nicht unterstützt haben soll, wie es hier und da zu hören war, wieß er deutlich von sich. "Die Verantwortlichen im Club, jeder der Beteiligten weiß, dass ich immer versucht habe, mich in schwierigen Phasen schützend vor Dimi zu stellen", erklärte er. Immerhin sei er einer der größten Verfechter von notwendiger Kontinuität gewesen.

Auch den erreichten Aufstieg hat er immer wieder mit dem Ex-Ex-Ex-Cheftrainer in Verbindung gebracht. Dahingehend sei er mit sich "im Reinen". Entsprechend verärgert haben ihn aber gegensätzliche Berichte.

Zu große "Hausmacht": S04-Ikone verärgert über Trainer-Diskussion

Was den Sommer und auch im Nachhinein mehrfach zu hören war: Mehrere Trainer-Kandidaten, mit denen sich Schalke für die aktuelle Saison beschäftigte, hatten Angst vor einer "Hausmacht" von Büskens - wie es die WAZ auch im Interview formulierte. Ein Aspekt, der bei einigen Fans für Unmut und Befürchtungen sorgte, man könne aufgrund der durchgesetzten Kontinuität im Trainerstab bessere Kandidaten als Frank Kramer abgeschreckt haben.

"Im Sommer hieß es noch, der Schalker Weg führte uns in die Bundesliga und einige Monate später ist man dann das Problem. Das ist mir zu einfach", nahm 'Buyo' davon Abstand.

Dazu machte er anhand eines Extrembeispiels deutlich, wie schräg diese Diskussion seiner Ansicht nach war: "Im Endeffekt war auf die ganzen entstandenen Diskussionen bezogen das Schlimmste, was passieren konnte, dass wir aufgestiegen sind. Es wäre für mich persönlich vielleicht besser gewesen, wir hätten von den neun Spielen sechs verloren. Dann wären wir Zehnter geworden – der Verein hatte sowieso einen Dreijahresplan, der ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga mit eingepreist hatte."



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