90min
FC Schalke 04

Bei Schalke-Aufstieg: So geht es mit Trainer Grammozis weiter

Yannik Möller
Dimitrios Grammozis muss den Aufstieg erreichen
Dimitrios Grammozis muss den Aufstieg erreichen / BSR Agency/GettyImages
facebooktwitterreddit

Sollte Dimitrios Grammozis Schalke zum Aufstieg führen, profitiert auch er persönlich. Im Falle einer Bundesliga-Rückkehr verlängert sich der auslaufende Vertrag des S04-Trainers offenbar automatisch.


Obwohl Schalke mit einer ordentlichen Ausgangslage als Tabellenvierter in die Winterpause gehen konnte, ist Dimitrios Grammozis bei einigen Fans nach wie vor umstritten. Für diese Erkenntnis reicht ein Blick in die gängigen Kommentarspalten im Netz. Während ihm die einen nach und nach immer mehr Vertrauen schenken, fürchten die Kritiker, mit ihm könne der Klub mittelfristig keinen nachhaltigen Erfolg aufbauen.

Primär geht es in der am Sonntag wieder anlaufenden Rückrunde aber um ein kurzfristiges Ziel: den Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die Bundesliga. Das Winter-Ziel, im Sommer von Rouven Schröder ausgegeben, wurde erreicht. S04 sollte "in Tuchfühlung zu den Top sechs sein" - als Viertplatzierter, punktgleich mit Rang drei, wurde diese Etappe erreicht.

Offenbar hätte der Aufstieg auch für Grammozis selbst einen großen Vorteil: wie die WAZ berichtet, verlängert sich sein Vertrag dann automatisch. Im Sommer läuft das Arbeitspapier aus, doch mit dieser Erfolgsaussicht wäre er ohne notwendige Verhandlungen weiter Trainer von Königsblau. Das habe man aus internen Kreisen erfahren, so der Bericht weiter.

Von Vereinsseite wurde auf Nachfrage keine Stellungnahme gegeben. Der Wahrheitsgehalt dürfte aber hoch sein, ist die WAZ rund um Schalke in der Regel sehr zuverlässig.

Schalke im Aufstiegsfall ohne Flexibilität - Grammozis muss(te) sich Vertrauen verdienen

Pikant ist dieses Details vor allem aus zwei Gründen. Zum einen hätten die Gelsenkirchener so nicht die theoretische Möglichkeit, sich mit dem erfolgreichen Saisonabschluss auch im Trainerstab neu aufzustellen. Sollte ein anderer Coach frei sein, dem man die ersten Schritte bei der Bundesliga-Rückkehr eher zutraut, würde es also teuer werden. Zur dann neuen Vertragslaufzeit von Grammozis ist aber noch nichts bekannt.

Zum anderen ist, beziehungsweise war, der 43-Jährige intern nie gänzlich unterstützt. Es kann beinahe schon eher von einer Art Notlösung die Rede sein. Dem Bericht zufolge sollen im letzten Sommer, als es in die 2. Liga ging, einige Aufsichtsräte für einen Trainerwechsel plädiert haben.

Dimitrios Grammozis
Kommt der Aufstieg, bleibt Grammozis / Stuart Franklin/GettyImages

Eine Trennung wäre aufgrund der vorherrschenden Konstellation nicht teuer geworden, wollte man doch erst sehen, ob Schalke und Grammozis zusammenpassen. Selbst Sportdirektor Schröder sah sich noch nach anderen Optionen um. Dass er auch bei Steffen Baumgart anklopfte, ob sich dieser einen Wechsel zum S04 vorstellen könnte, ist längst kein Geheimnis mehr.

Dazu - auch das bestätigte die WAZ noch einmal - wäre es bei einem schlechten Hinrunden-Ende vor der Winterpause durchaus eng für ihn geworden. Nun geht er zwar gestärkt in die zweite Saisonhälfte, doch volles Vertrauen sieht anders aus.

Peter Knäbel hingegen, der den Trainer noch vor dem endgültigen Abstieg eingestellt hatte, sah im Sommer offenbar keinen Grund zur erneuten Veränderung. Entsprechend ging Schalke mit der aktuellen Vertragskonstellation in die Saison. Kommt der Aufstieg, verlängert Grammozis automatisch.


Alles zu Schalke bei 90min:

facebooktwitterreddit