Bundesliga

Salihamidzic-Treffen mit Haaland - Lewandowski gefällt das gar nicht

Yannik Möller
Hasan Salihamidzic
Hasan Salihamidzic / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Hasan Salihamidzic hat sich offenbar Anfang März mit Erling Haaland getroffen. Über mehrere Stunden soll es um die Zukunft des Stürmers gegangen sein - was Robert Lewandowski gar nicht gefallen dürfte.


Einerseits betonen Verantwortliche der Bayern immer wieder, dass Erling Haaland kein (ernsthaftes) Thema ist, weil man ja schon den weltbesten Stürmer in den eigenen Reihen habe. So argumentierte auch Hasan Salihamidzic am vergangenen Sonntag bei Sky90.

Andererseits ist von den gleichen Bossen bereits zu hören (gewesen), dass man sich natürlich auch mit Haaland beschäftigen muss - ansonsten würde man den eigenen Job nicht seriös machen.

Brazzo traf sich mit Haaland: Stundenlanges Gespräch über etwaigen Transfer

Salihamidzic hat sich zumindest Anfang März sehr ernsthaft mit einem Transfer des Norwegers auseinandergesetzt. Das berichtet die Bild am Dienstag. Als der Angreifer zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer medizinischen Behandlung in München war, soll ein Gespräch mit dem FCB-Sportvorstand stattgefunden haben.

Der Austausch, so heißt es, soll sich über mehrere Stunden gezogen und offenbar bei 'Brazzo' zuhause stattgefunden haben. Wenig später stimmte auch Sky-Reporter Florian Plettenberg ein und erklärte, man habe die gleichen Informationen.

Erling Haaland
Erling Haaland / Stuart Franklin/GettyImages

Anscheinend haben die Münchener die Möglichkeit eines intensiven Austausches genutzt. Wenn Haaland schon einmal in Süddeutschland unterwegs ist, könnte man ja auch mal vorfühlen.

Die Bild schickte diesbezüglich auch eine Nachfrage an den Klub. Eine Antwort gab es nicht, man wolle sich dazu nicht äußern. Das ist zwar keine Bestätigung, aber auch keine branchenübliches Dementi.

Das Blatt fügte hinzu, dass der zeitliche Rahmen auch zum Treffen von Oliver Kahn mit Berater Mino Raiola passt. Beide hatten sich ebenfalls Anfang März in Monaco getroffen. Dabei dürfte es zwar vorrangig um Ryan Gravenberch und Noussair Mazraoui gegangen sein, die der FCB noch an Land ziehen möchte. Doch dass Haaland gar kein Thema war, ist äußerst unwahrscheinlich.

Oliver Kahn
Oliver Kahn / Alexander Hassenstein/GettyImages

Dieser Tage geben wieder mehrere Quellen an, dass sich der deutschen Rekordmeister sehr wohl noch mit einer etwaigen Verpflichtung des 21-Jährigen beschäftigt. Auch Jan-Aage Fjörtoft, bekennender Freund von Haaland-Vater Alf-Inge, betonte das zuletzt im Sport1-Doppelpass.

So ist von mehreren Seiten zu hören, dass der Bundesligist im Gegensatz zu Manchester City gewiss nicht an der Pole Position steht, aber sehr wohl noch immer ein ernsthafter Konkurrent im Rennen um die Tormaschine ist. "Dass Bayern nicht dabei ist, weil es zu teuer ist, das stimmt nicht", so Fjörtoft.

Lewandowski-Frust: Haaland-Poker könnte Hinhalte-Taktik erklären

Einer, dem das alles so gar nicht schmecken wird, ist Robert Lewandowski. Der Pole zeigte sich bereits in den letzten Wochen sehr verärgert über die Hinhalte-Taktik seines Vereins.

Noch immer hat kein ernsthafter Austausch bezüglich einer Vertragsverlängerung stattgefunden. Bloße Lippenbekenntnisse im TV haben für Frust gesorgt und auch dafür, dass ein Abgang inzwischen ebenso wahrscheinlich erscheint wie der weitere Verbleib.

So könnte das Hinhalten durchaus mit dem weiteren Poker um Haaland zusammenhängen. Sollten sich die Bayern tatsächlich um ihn bemühen, wäre ein voreiliger Schnellschuss bei Lewandowski ein potenzielles Problem. Sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.


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