1. FC Köln

Salih Özcan bald türkischer Nationalspieler?

Jan Kupitz
Salih Özcan
Salih Özcan / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der 1. FC Köln kann sich eventuell in Kürze über einen neuen A-Nationalspieler freuen. Die Türkei will Salih Özcan für sich gewinnen.


In seiner bisherigen Laufbahn trug Salih Özcan ausschließlich das Trikot mit dem Bundesadler. Schon seit der U15 wurde er regelmäßig in die verschiedenen Nachwuchsauswahlen des DFB berufen, mit der deutschen U21 wurde er im vergangenen Sommer sogar Europameister.

Doch der Sprung in die A-Nationalmannschaft ist bekanntlich kein leichter. Gerade im zentralen Mittelfeld hat Bundestrainer Hansi Flick ein beachtliches Angebot an Topspielern zur Verfügung. In erster Linie sind hier Joshua Kimmich und Leon Goretzka, aber auch Ilkay Gündogan und Florian Neuhaus zu nennen. Für einen Akteur wie Özcan wird es da natürlich schwer, zu Einsätzen zu kommen - obwohl der gebürtige Kölner seit Wochen herausragende Leistungen abliefert.

Salih Özcan
Salih Özcan bei der deutschen U21 / Soccrates Images/GettyImages

Laut Angaben des Kölner Stadt-Anzeiger möchte die Türkei aus der Situation Kapital schlagen und Özcan für sich gewinnen. Demnach prüft der türkische Fußballverband derzeit die Möglichkeit, den 24-Jährigen zu einem Verbandwechsel zu bewegen. Mit Stefan Kuntz trainiert passender Weise ausgerechnet Özcans Ex-Coach die Mond-Sterne.

"Salih war mein Kapitän bei der U21, ich beobachte seine Karriere weiterhin. Er hat zwischenzeitlich mal stagniert, doch mittlerweile hat er eine tolle Entwicklung genommen, die mich sehr freut", erläuterte Kuntz im Kölner Stadt-Anzeiger. "Ich sehe es wie mein holländischer Kollege, der einmal gesagt hat: 'Wir alle hassen Özcan, aber jeder hätte einen Spieler wie ihn gerne in der Mannschaft.' Salih ist da ein Pitbull, aber abseits des Platzes ein lieber Mensch."

Ob es mit dem Verbandwechsel wirklich klappt, ist jedoch fraglich. Bei seinem letzten Einsatz für die deutsche U21 war Özcan bereits 23 Jahre alt, was das Vorhaben erheblich schwieriger gestaltet.

Der Mittelfeldspieler will sich ohnehin vorerst auf seine Entwicklung beim 1. FC Köln konzentrieren.

"Dass Stefan Kuntz, dem ich viel zu verdanken habe und den ich als Mensch und absoluten Fußball-Fachmann sehr schätze, so über mich spricht, ehrt und freut mich sehr", ließ der 24-Jährige lediglich verlauten.


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