Frauen-Bundesliga

Saisonfazit FC Bayern Frauen: Diese Positionen müssen verstärkt werden

Daniel Holfelder
Mark Wieland/GettyImages
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Die Saison ist zu Ende. Die Frauen des FC Bayern haben die Titelverteidigung verpasst und mussten sich dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. 90min nimmt die Münchnerinnen genau unter die Lupe und zieht ein Saisonfazit.

Mit Georgia Stanway konnten die Bayern bereits einen ersten Transfer-Coup landen. Auf welchen Positionen müssen die Bayern weiter nachlegen, wenn die nächste Spielzeit erfolgreicher verlaufen soll?


Diese Positionen müssen verstärkt werden

1. Tor

Laura Benkarth fällt seit Dezember wegen einer Knie-Verletzung aus. Wann die Stammtorhüterin auf den Rasen zurückkehrt, ist ungewiss. Vertreterin Janina Leitzig hat in der entscheidenden Saisonphase nicht nachweisen können, dass die Benkarth adäquat ersetzen kann. Die 23-Jährige griff in beiden Champions League-Partien gegen PSG daneben, beim 0:6 in der Liga gegen Wolfsburg wurde die ehemalige Hoffenheimerin sogar zur Pause ausgewechselt. Im Kasten muss im Sommer dringend nachgebessert werden.

2. Innenverteidigung und defensives Mittelfeld

In der Innenverteidigung haben die Bayern Handlungsbedarf. Mit Marina Hegering verlässt die Abwehrchefin, die in dieser Saison verletzungsbedingt nur zu fünf Einsätzen kam, den Verein Richtung Wolfsburg. Saki Kumagai, im Sommer mit hohen Erwartungen aus Lyon verpflichtet, hat bislang enttäuscht. Neben der Japanerin stehen gegenwärtig mit Glodis Viggosdottir und Carina Wenninger nur zwei weitere zentrale Abwehrspielerinnen im Kader.

Im defensiven Mittelfeld fehlt es den Bayern ebenfalls an Breite im Kader - und auch an Qualität. Die einzige echte Abräumerin Sarah Zadrazil agiert gegen den Ball zwar mehr als solide, im Offensivspiel offenbart die Österreicherin jedoch eklatante Schwächen.

Bei den Neuverpflichtungen fürs Abwehr- und Mittelfeldzentrum müssen die Münchnerinnen unbedingt auf den Faktor Physis setzen. Während der Saison hat der scheidende Trainer Jens Scheuer zu Recht darauf hingewiesen, dass die Anfälligkeit bei Standards mit der insgesamt geringen Körpergröße im Kader zusammenhängt. Im Vergleich zu Konkurrent Wolfsburg sticht die fehlende physische Stärke der Bayern besonders ins Auge.

3. Offensive Außenbahn

Mit Klara Bühl und Maximiliane Rall stehen momentan nur zwei Flügelspielerinnen unter Vertrag, wobei Rall als gelernter Verteidigerin (wo die 28-Jährige häufig auch zum Einsatz kommt) die Dribbelstärke und das Durchsetzungsvermögen im Eins-gegen-eins abgehen.

Mit denselben Problemen hatten Viviane Asseyi und Lineth Beerensteyn zu kämpfen, deren Verträge folgerichtig nicht verlängert wurden. Nun gilt es, die freigewordenen Plätze mit Akteurinnen aufzufüllen, die sich auch auf engem Raum von dicht gestaffelte Abwehrreihen nicht aufhalten lassen.


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