FC Chelsea

Rüdiger & Christensen: Chelsea muss aus der Deckung kommen!

Simon Zimmermann
Verlieren die Blues Christensen und Rüdiger?
Verlieren die Blues Christensen und Rüdiger? / James Williamson - AMA/GettyImages
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Wagt sich der FC Chelsea aus der Deckung? Die Verträge von Antonio Rüdiger und Andreas Christensen laufen kommenden Sommer aus. Beide haben Angebote der Blues abgelehnt - und setzen die Verantwortlichen damit immer mehr unter Druck.


Antonio Rüdiger, Andreas Christensen und Thiago Silva - so hieß zuletzt regelmäßig die Dreierabwehrkette des FC Chelsea. Die beiden Erstgenannten befinden sich seit Monaten in herausragender Form und bilden das Fundament der so stabilen Blues-Defensive.

Doch der amtierende Champions-League-Sieger hat ein Problem: Die Verträge der beiden Abwehrspieler laufen kommenden Sommer aus. Zwar hat Trainer Thomas Tuchel die Verlängerung mit dem Duo als höchste Priorität auserkoren. Die Verantwortlichen an der Stamford Bridge konnten bislang aber noch keinen Durchbruch erzielen.

Thomas Tuchel
Thomas Tuchel will Rüdiger und Christensen unbedingt halten / Visionhaus/GettyImages

Festgefahrene Situation: Rüdiger-Abschied immer wahrscheinlicher

Im Gegenteil: Vor allem bei Rüdiger soll sich immer mehr ein ablösefreier Abschied anbahnen. Die großen Klubs in Europa haben sich längst schon in Stellung gebracht. Allen voran Real Madrid und dem FC Bayern wird großes Interesse am deutschen Nationalspieler nachgesagt.

Der fühlt sich bei Chelsea zwar grundsätzlich wohl und hat in Tuchel einen großen Befürworter, will bei einer Vertragsverlängerung aber zu den Topverdienern im Kader aufsteigen. Über 230.000 Euro in der Woche soll Rüdiger fordern. Laut dem Telegraph blitzte Chelsea mit einem Angebot von 160.000 Euro die Woche ab. Fortschritte in den Gesprächen soll es aktuell keine geben.

Christensen lässt Chelsea-Angebot im letzten Moment platzen

Was auch für Christensen gilt. Hier sei bereits ein Fünfjahresvertrag ausgehandelt gewesen, berichtet der seriöse Telegraph weiter. Dachte der FC Chelsea zumindest. Doch in letzter Minute habe der Berater des Dänen sein Veto eingelegt. Wohl auch, weil sein Schützling derzeit überragend abliefert. Statt fünf Jahre soll er lediglich eine Laufzeit von drei Jahren anvisiert haben, mit besserer Entlohnung, versteht sich.

Seither ist Stillstand eingekehrt. Beide Seiten wollen von ihren Forderungen nicht abrücken. Nach außen gibt sich Christensen gelassen: "Ich denke überhaupt nicht darüber nach. Ich genieße es, Fußball zu spielen, und ich habe nicht das Gefühl, dass es irgendeinen Druck gibt. Ich genieße es einfach. Ich weiß nicht, warum alle denken, dass es eine schlechte Situation ist", so Christensen bei der dänischen Nationalmannschaft.

Der Druck auf Chelsea wächst

Offiziell kann der 25-Jährige ab 1. Januar 2022 bei einem neuen Klub unterschreiben. Genau wie Rüdiger. Und auch die Verträge von Thiago Silva sowie Kapitän Cesar Azpilicueta laufen kommenden Sommer aus. Während Chelsea bei diesem Duo ganz entspannt sein soll, dürfte die Anspannung bei Rüdiger und Christensen wachsen.

Die Blues-Bosse müssen wohl von ihren eigenen Vorstellungen (etwas) abrücken, um beide halten zu können. Ansonsten steht man spätestens im Sommer 2022 ohne seine beiden aktuell besten Verteidiger dar. Thomas Tuchel würde das so überhaupt nicht gefallen.

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