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FC Schalke 04

Bericht: Rouven Schröder wird kein Sportvorstand auf Schalke

Yannik Möller
Rouven Schröder wird nicht neuer S04-Sportvorstand
Rouven Schröder wird nicht neuer S04-Sportvorstand / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Schon kurze Zeit vor und auch wieder nach der "Causa Rangnick" war Rouven Schröder als potenzieller neuer Sportvorstand ein Thema auf Schalke. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird er diese Position jedoch nicht bekleiden.


Der Name Rouven Schröder fiel bei Schalke 04 bereits vor einigen Wochen. Zum damaligen Zeitpunkt war Jochen Schneider noch übergangsweise als scheidender Sportvorstand im Amt, ein Nachfolger und zudem ein Sportdirektor wurden fieberhaft gesucht. Schneider soll den bei Mainz 05 im Dezember entlassenen Arnsberger intern vorgeschlagen haben, hieß es damals.

Schon kurz nach der Absage von Ralf Rangnick waberte der Name erneut in Gelsenkirchen umher. Teilweise wurde sogar schon von einer möglichen Einigung gesprochen, was aufgrund der sehr kurzfristigen und angeblich sehr überraschenden Rangnick-Absage aus Sicht des Aufsichtsrates für größere Irritationen gesorgt hätte.

Rouven Schroeder
Rouven Schröder und Schalke kommen nicht zusammen / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Schröder kommt wohl nicht nach Schalke - Knäbel nun Favorit?

Wenige Tage später scheint eine Entscheidung gefallen zu sein: Schröder wird den Posten des Sportvorstandes beim S04 nicht übernehmen. Was der kicker am Dienstagnachmittag zuerst berichtete, konnte Sport1 mit eigenen Infos wenig später bestätigen.

Laut kicker habe es "vor einigen Wochen" zwar Gespräche zwischen dem 45-Jährigen und den Schalke-Bossen rund um den AR-Vorsitzenden Jens Buchta gegeben, dabei sei er auch ein "ernsthafter Kandidat" gewesen. Allerdings stehe er für das Amt nicht zur Verfügung. Sport1-Reporter Patrick Berger bezeichnete ihn aus Sicht der Vereinsführung ebenfalls als "eine favorisierte Lösung".

Nach Markus Krösche und Rangnick ist Schröder also schon der dritte potenzielle Kandidat, der allem Anschein nach keine Lust hat, bei Königsblau zu arbeiten. Das große Projekt, diesen riesigen Verein aus der demnächst zu erwartenden 2. Bundesliga zum Wiederaufstieg zu verhelfen und ihm eine mittel- wie langfristige stabile und positive Zukunft zu bescheren, scheint angesichts der nebenbei drohenden Probleme nicht attraktiv genug zu sein.

"Als Verein sind wir bei der Personalsuche vor zusätzliche Hürden gestellt", erklärte Buchta zuletzt. Was aus doppelter Sicht richtig und nicht wirklich ohne eigene Schuld ist: Schalke ist einerseits eine sehr herausfordernde Aufgabe, alleine schon aufgrund der andauernden Differenzen, Indiskretionen und vermeintlichen Machtkämpfen intern. Andererseits aber auch aus sportlicher Sicht: Eine höchst ungewisse Zukunft bei Kader, Etat und Budget.

Peter Knäbel
Peter Knäbel (hier noch beim HSV) könnte S04 künftig sportlich anführen / SASCHA SCHUERMANN/Getty Images

Neuer Favorit auf den Posten scheint nun Peter Knäbel zu sein. Der Wittener betreut seit mehreren Jahren die Knappenschmiede, wo ihm regelmäßig gute Arbeit attestiert wurde. Seit dem endgültigen Aus von Schneider betreut er dessen Aufgaben interimsmäßig.

Zudem hat er mit seiner Wahl für Dimitrios Grammozis und den anfänglichen Transfers für die nächste Saison (mit dem Kader-Planer-Team) schon wichtige Entscheidungen getroffen. Buchta lobte ihn ebenfalls: "Er hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen." Es bleibt weiter abzuwarten, ob er diesen Eindruck auch künftig in dieser Position bestätigen soll.

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