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Roman Bürki und der BVB: Es bleibt kompliziert

Simon Zimmermann
Roman Bürki und die ungewisse sportliche Zukunft
Roman Bürki und die ungewisse sportliche Zukunft / Mika Volkmann/GettyImages
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Roman Bürki darf den BVB im Winter verlassen. Er soll sogar - schließlich würde die Borussia einen Topverdiener von der Gehaltsliste bekommen, der sportlich keine Rolle mehr spielt. Doch es bleibt äußerst schwierig einen passenden Abnehmer zu finden. Ob dieser in Aserbaidschan liegt, darf jedenfalls bezweifelt werden.


"Wenn da etwas kommt, werden wir uns damit befassen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc zuletzt. Gesprochen hatte Zorc über Roman Bürki. Der 31-jährige Schlussmann verlängerte Mitte Juni 2020 seinen Vertrag in Dortmund bis 2023. Ein Jahr später musste der Schweizer allerdings mit ansehen, wie Schwarz-Gelb Gregor Kobel als neue Nummer eins verpflichtete.

Seither ist Bürki nicht einmal mehr der erste Ersatzkeeper und steht auf dem Abstellgleis. Klar ist, sollte es einen interessierten Klub geben, wird man Bürki beim BVB absolut keine Steine in den Weg legen.

Ob und wann der BVB seinen Großverdiener von der Gehaltsliste bekommt, ist ungewiss. Im Sommer platzte ein Deal mit dem FC Basel am Veto des Keepers. Im Winter dürfte der Markt für den Schweizer noch kleiner sein.

"Ich wünsche ihm, und das habe ich ihm gesagt, dass er wieder die Rolle bekommt, für die er geschaffen ist. Dass er sportlich wieder einen Weg für sich findet, wo er im Tor stehen und das machen kann, was er am liebsten macht; wo er erfolgreich ist. Weil ich finde, dass er sich das verdient hat", meinte sein Trainer Marco Rose zuletzt.

"Ich muss sagen, wie Roman sich hier in seiner Situation verhält, ist außergewöhnlich stark. Er ist da fürs Team, ist bereit, trainiert gut. Er schafft eine Arbeitsatmosphäre, die gut ist. Wenn wir ihn bräuchten, dann wäre er da", schwärmte Rose weiter.

Angebot von Qarabag Agdam wirkt für Bürki nicht sonderlich attraktiv

Dass der BVB Bürki sportlich noch einmal braucht, ist so gut wie ausgeschlossen. Zumindest extrem zweifelhaft ist auch, dass der Schweizer Interesse an einem Wechsel nach Aserbaidschan hat. Conference-League-Teilnehmer Qarabag Agdam will Bürki laut dem Portal Sportinfo.az bis Saionende ausleihen, um die Ausfälle der beiden aktuellen Keeper Shahrudin Mahammadaliyev und Emil Balayev auffangen zu können.

Finanziell wäre der Klub wohl in der Lage das Gehalt von Bürki zu stemmen. Ob dieser aber daran interessiert ist, ins fußballerische Niemandsland zu wechseln, dürfte eher unwahrscheinlich sein. In den Fokus eines größeren Klubs für den kommenden Sommer könnte sich der Schweizer so nur schwer spielen.

Und so bleibt es kurz vor Jahreswechsel schwierig einen passenden Verein für Bürki zu finden. Dieser sollte im Idealfall eine gute sportliche Perspektive bieten und muss dabei ein ähnlich gutes finanzielles Paket schnüren, wie das aktuelle beim BVB. Parameter, die einen Winter-Wechsel weiter zweifelhaft wirken lassen.

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