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"Entscheidung des Herzens!" - Warum Glatzel trotz besserer Angebote beim HSV bleibt

Daniel Holfelder
Robert Glatzel
Robert Glatzel / Martin Rose/GettyImages
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Seine Zukunft befand sich lange in der Schwebe, nun steht fest: Top-Torjäger Robert Glatzel bleibt dem HSV auch in der kommenden Spielzeit treu. Der 28-Jährige sagte gleich fünf Bundesligisten ab.


Mit 22 Treffern hatte der 1,93-Hüne maßgeblich dazu beigetragen, dass die Rothosen den dritten Platz und damit die Relegation erreichten. Nachdem man den Aufstieg gegen die Hertha jedoch verpasste, galt ein Abschied Glatzels als wahrscheinliches Szenario.

Im Vertrag des Angreifers, den es vor der Saison für eine Million Euro aus Cardiff an die Elbe gezogen hatte, war für den Fall des Nichtaufstiegs eine Ausstiegsklausel in Höhe von lediglich 1,4 Millionen Euro verankert. Diese geringe Summe sowie Glatzels starke Leistungen riefen zahlreiche Bundesligisten auf den Plan.

Neben Union Berlin, dem VfB Stuttgart, dem FC Augsburg und Schalke hatte auch Ex-Klub Mainz, die den gebürtigen Münchner vor seinem HSV-Wechsel für ein halbes Jahr von Cardiff ausgeliehen hatten, seine Fühler nach Glatzel ausgestreckt. Das berichtet die Sport Bild. Die Verantwortlichen der Nullfünfer wollten ihre Entscheidung, den Stürmer ziehen zu lassen, so schnell wie möglich korrigieren und nahmen bereits im Februar Kontakt zu Glatzels Berateragentur auf.

Union Berlin, das der Stürmer nicht attraktiv genug fand, sowie Stuttgart und Augsburg waren bald aus dem Rennen. Der VfB bemühte sich nach Glatzels Auffassung nicht intensiv genug um ihn, hinter den Fuggerstädtern stand wegen der ungeklärten Trainerfrage ein zu großes Fragezeichen. Konkurrenz machte den Mainzern vor allem Schalke. Mit den Königsblauen soll sich Glatzel bereits auf die vertraglichen Rahmenbedingungen geeinigt haben. Ein Wechsel in den Pott stand kurz bevor.

Aus zwei Gründen entschied sich der Angreifer letztlich aber gegen Schalke und für die Raute. Zum einen hatte Glatzel Bedenken, dass er sich im S04-Sturm gegen Aufstiegsheld Simon Terodde durchsetzen könne. Zum anderen leisteten Sportvorstand Jonas Boldt und Tim Walter wichtige Überzeugungsarbeit. Beide unterstrichen Glatzels enormen Wert für den HSV und verwiesen auf seine große Beliebtheit bei den Fans. Nach seiner fantastischen Debütsaison genieße er bei den Anhängern eine Art Heldenstatus.

Durch seine Verlängerung ist Glatzels Standing in Hamburg noch einmal gestiegen. Der Offensivmann verlängerte sein bis 2024 datiertes Arbeitspapier um ein weiteres Jahr, die Ausstiegsklausel wurde gestrichen. Im Gegenzug darf sich Glatzel über eine Gehaltserhöhung freuen, sein Salär liegt jedoch weiter unter einer Million Euro. Für den Aufstiegsfall ist eine Erhöhung auf deutlich über eine Million vereinbart.

Glatzel selbst fasst seine Entscheidung pro HSV gegenüber der Sport Bild wie folgt zusammen: "Ich hatte Angebote, mit denen ich direkt in der Bundesliga gelandet wäre. Ich habe sie mir angehört und mich damit beschäftigt. Diese waren auch wirtschaftlich attraktiver, daraus mache ich keinen Hehl. Aber ich habe gefühlt, dass meine Mission in Hamburg noch lange nicht zu Ende ist, dass einzig ein Verbleib in Hamburg richtig ist. Ich will unbedingt mit dem HSV aufsteigen. Es war eine Entscheidung des Herzens."


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