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FC Schalke 04

Riether traut Schalke zu "eine Serie zu starten"

Jan 12, 2021, 9:39 AM GMT+1
Sascha Riether
Sascha Riether ist angesichts einer etwaigen S04-Serie optimistisch | TF-Images/Getty Images
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Der Sieg am Wochenende war für alle auf Schalke eine Erlösung - für Spieler und Verantwortliche, wie für die Fans. Damit ist es aber nicht getan: Um Chancen auf den Klassenerhalt zu haben, braucht es noch einige Punkte. Sascha Riether, Lizenzspielerkoordinator beim S04, traut dem Team durchaus auch eine Serie zu.

Mit jedem einzelnen der vier Tore und mit dem Schlusspfiff war die Erleichterung zu spüren: Schalke 04 hatte ein Spiel in der Bundesliga gewonnen. Das 4:0 gegen die TSG Hoffenheim war ein verdienter Erfolg, der drei Punkte eingebracht hat - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bis zum Klassenerhalt, so das schwierige Ziel, wird man aber noch einige Punkte einfahren müssen. Sascha Riether, der Lizenzspielerkoordinator bei den Knappen, zeigt sich diesbezüglich optimistisch.

"Wir müssen schleunigst Siege einfahren - egal wie. Wir trauen uns zu, eine Serie zu starten", erklärte er im Gespräch mit Sport1. Allerdings verwies er auch direkt auf die Vereine um Schalke herum: "Wir sehen aber, dass auch die Konkurrenz nicht schläft. Bielefeld gewinnt beispielsweise gegen Hertha. Wir müssen daher auf uns schauen und vor allem unsere Hausaufgaben machen."

Sascha Riether
Seit anderthalb Jahren fungiert Sascha Riether nun als Koordinator des Lizenzspielerbereichs | TF-Images/Getty Images

Schalker Serien-Hoffnung trifft auf sehr schweres Programm - "Wir können den Erfolg nach einem sieglosen Jahr gut einordnen"

Eine Serie, also mehrere Punkte und gar Siege innerhalb der nächsten Wochen - das wird eine unglaublich schwere Aufgabe. Zunächst geht es am kommenden Sonntag gegen ein sehr formstarkes Eintracht Frankfurt, als Abschluss der Hinrunde folgt das Keller-Duell gegen den 1. FC Köln. Dann wartet erneut das äußerst komplizierte Startprogramm mit dem FC Bayern und in den Wochen darauf u.a. RB Leipzig und Borussia Dortmund. Bis Ende Februar werden die Spiele also deutlich schwieriger als es gegen Hoffenheim der Fall war.

Ein Hoffnungsträger ist der womöglich gelöste Druck, der mit der Sieglos-Serie einherging. "Die Stimmung war nach dem Spiel natürlich gelöst. Allen ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Viele hatten uns ja bereits abgeschrieben", so Riether. Der 37-Jährige und Ex-S04-Spieler weiter: "Wir wissen, dass es nur ein ganz, ganz kleiner Schritt war. Es geht jetzt darum, auf dem Teppich zu bleiben. Wir können den Erfolg nach einem sieglosen Jahr gut einordnen." Das klare Ziel sei es nun, gegen die Eintracht nachzulegen.

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Christian Gross zeigte sich nach dem S04-Sieg eher ruhig als ausgelassen | INA FASSBENDER/Getty Images

Der Sieg am Samstag war auch ein erster Erfolg für Christian Gross. In seinem zweiten Spiel als Trainer konnte er diesen Negativ-Lauf unterbrechen, muss diesen positiven Befreiungsschlag nun sinnvoll und bestmöglich nutzen. Riether attestiert ihm "eine wahnsinnige Ausstrahlung": "Wenn er in die Kabine kommt, füllt er automatisch den Raum und es herrscht erstmal Ruhe. Seine Art kommt bei den Spielern wahnsinnig gut an - auch, weil er verschiedene Sprachen spricht."

So war es ein enorm wichtiger Schritt, Amine Harit zu einer solchen Glanzleistung zu bewegen und an das Können von Dreierpacker Matthew Hoppe zu glauben. "Amine ist sicherlich ein Gewinner des Trainer-Wechsels. Christian Gross weiß, wie er ihn anpacken muss. [...] Wir hoffen, dass er seine starken Leistungen vom Wochenende in den kommenden Spielen bestätigten kann", zeigt sich Riether auch in diesem Punkt optimistisch. Immerhin sei er "ein herausragender Spieler, der den Unterschied machen kann". Das wäre für eine potenzielle Serie auch dringend notwendig.

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