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Neuer United-Boss: Wer ist Richard Arnold?

Jan Kupitz
Richard Arnold
Richard Arnold / Fred Lee/GettyImages
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Manchester United wird ab dem 1. Februar einen neuen Vorstandsvorsitzenden haben, wenn Richard Arnold offiziell sein neues Amt antritt und den scheidenden Ed Woodward ablöst.


Die Ernennung des neuen Vorstandsvorsitzenden war bereits geplant, als Woodward nach dem Skandal rund um die europäische Superliga im April letzten Jahres seinen Rücktritt erklärte. Da Arnold bereits eine Schlüsselposition im Verein innehat, war er schnell ein Favorit für den Posten und die offensichtliche Wahl für die Nachfolge.

Vertrauen und Vertrautheit waren die Schlüsselfaktoren bei Woodwards Aufstieg an die Spitze des Klubs im Jahr 2013. Die Familie Glazer wird sich wohl auch dieses Mal wieder für eine interne Beförderung entscheiden, anstatt einem Neuling die Leitung des Klubs zu überlassen.

Arnold hat bereits über 15 Jahre Erfahrung als hochrangiger Manager bei United. Er kam 2007 als Group Commercial Director ins Old Trafford und ist seit der Umbildung 2013, als Woodward die Nachfolge von David Gill antrat, als Group Managing Director für den Verein tätig.

In seiner ursprünglichen Funktion als kaufmännischer Leiter arbeitete er eng mit Woodward zusammen, der für den kommerziellen Aufschwung des Vereins in den späten 2000er und frühen 2010er Jahren verantwortlich war. Beide Männer haben in den letzten 15 Jahren eine Schlüsselrolle bei der Maximierung des kommerziellen Potenzials von United gespielt.

Nachdem Woodward vor mehr als acht Jahren an die Spitze des Vereins gewechselt war, überwachte Arnold als "Direktor von Manchester United plc" weiterhin das Wachstum und die geschäftliche Seite des Vereins.

Arnold ist es zu verdanken, dass der jüngste Trikotsponsoringvertrag des Vereins mit dem Softwareunternehmen TeamViewer im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde - ein Vertrag im Wert von geschätzten 235 Millionen Pfund.

Sein Hintergrund ist dem von Woodward bemerkenswert ähnlich. Beide besuchten Anfang der 1990er Jahre zur gleichen Zeit die Universität von Bristol, wo Arnold vermutlich zum ersten Mal mit Matt Judge, dem derzeitigen Leiter der Unternehmensentwicklung und Chefunterhändler von United, zusammentraf.

Sowohl er als auch Woodward schlossen ihr Studium 1993 ab, fanden eine Stelle bei PricewaterhouseCoopers und erwarben 1996 den Titel eines Wirtschaftsprüfers. Obwohl beide zur gleichen Zeit in Bristol studierten, sollen sich die beiden erst zu Beginn ihrer Finanzkarriere bei PwC kennengelernt haben.

Nach seinem Ausscheiden bei PwC im Jahr 1999 bekleidete Arnold leitende oder beratende Funktionen bei Technologie- und Telekommunikationsunternehmen, bevor er 2007 zu United wechselte.

Unter seiner kaufmännischen Leitung eröffnete United Büros in London, New York und Hongkong, um das Geschäft auszubauen und die kommerzielle Reichweite zu stärken. Die beiden größten Verträge, die er während seiner Zeit beim Verein abschloss, waren die mit adidas und Chevrolet.

Obwohl er nun für alle Aspekte des Klubs verantwortlich ist, wird erwartet, dass sich Arnold in seiner neuen Rolle als Geschäftsführer vor allem auf das Business konzentrieren wird. Das dürfte bedeuten, dass er mehr Kontrolle und Autonomie im sportlichen Bereich an sportliche Manager wie John Murtough abgibt.

Die Fans von United wünschen sich eine neue Ära und eine neue Führung abseits des Platzes, um nach mehreren Fehlschlägen in den letzten Jahren wieder wettbewerbsfähig zu werden.


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